Willkommen in Solingen. Sie stehen vor der katholischen Pfarrkirche St. Clemens, und hier beginnt unser Rundgang. Zuerst ein Wort zur Stadt. Solingen ist eine kreisfreie Großstadt im Bergischen Land, etwa vierundzwanzig Kilometer östlich von Düsseldorf und fünfunddreißig Kilometer nördlich von Köln. Hier sitzt das Zentrum der deutschen Schneidwarenindustrie. Rund neunzig Prozent der deutschen Schneidwaren- und Besteckhersteller sind in Solingen ansässig. Seit 1938 schützt die Solingenverordnung die Herkunftsangabe Solingen. Damit ist Solingen die erste Stadt der Welt, die Schneidwaren auf diese Weise schützt. Seit dem 19. März 2012 trägt die Stadt den amtlichen Namenszusatz Klingenstadt. Nun zur Kirche. Sie entstand 1890 bis 1892 nach Plänen des Kölner Domwerkmeisters Franz Schmitz, im neugotischen Stil, auf einem Friedhof am Mühlenplatz, der seit 1843 geschlossen war. Es ist eine dreischiffige Pseudobasilika mit Querhaus und einer Doppelturmfassade. Schauen Sie hinauf zu den Türmen. Sie sind dreiundsechzig Meter hoch, und ihre Helme sind aus Beton. Das erklärt der 5. November 1944. Bei diesem Luftangriff wurde die Innenstadt schwer getroffen und mit ihr diese Kirche. 1951 zog man ein neues Gewölbe ein, 1955 schuf Dominikus Böhm die beiden Turmhelme, und bis 1960 wurde die Kirche nach seinen Plänen verändert wiederhergestellt. Drinnen fällt das Kreuz hinter dem Altar auf. Hanns Rheindorf hat es gestaltet. Es zeigt Christus ohne Dornenkrone und erinnert damit an das Gero-Kreuz im Kölner Dom. Der Altar von 1960 war ursprünglich ein Block aus weißem Marmor, seit 1978 ist er mit Bronzereliefplatten verkleidet, unter anderem mit dem Paradies, mit Kain und Abel und mit der Kreuzigung. Die Orgel der Firma Seifert aus Kevelaer wurde 1958 eingeweiht. Sie hat 3380 Pfeifen auf drei Manualen und Pedal und ist die größte Kirchenorgel in Solingen. Die vier Bronzeglocken von 1892 haben beide Weltkriege überstanden. Vor dem Eingang steht seit 1976 eine Clemenssäule aus Beton des Solinger Bildhauers Henryk Dywan. Merken Sie sich den Namen, er begegnet uns noch. Zum Schluss ein Vorgriff: Die erste dem heiligen Clemens geweihte Kirche der Stadt stand nicht hier. Sie entstand um das Jahr 1000 am Fronhof, dort, wo heute die evangelische Stadtkirche steht. Dort endet unser Weg.
Sie stehen vor St. Clemens, der römisch-katholischen Pfarrkirche. Sie wurde 1890 bis 1892 im neugotischen Stil nach Plänen des Kölner Domwerkmeisters Franz Schmitz gebaut. Nach schweren Kriegsschäden stellte Dominikus Böhm sie von 1950 bis 1960 verändert wieder her.
Du stehst vor einer großen Kirche mit zwei Türmen. Sie wurde 1890 bis 1892 gebaut. Im November 1944 wurde sie im Krieg schwer beschädigt. Danach baute man die beiden Türme neu, diesmal aus Beton. Sie sind dreiundsechzig Meter hoch. Drinnen steht die größte Kirchenorgel von Solingen. Sie hat 3380 Pfeifen. Solingen ist berühmt für Schneidwaren, also für Klingen und Besteck. Darum heißt die Stadt Klingenstadt. Was meinst du: Wie viele Pfeifen kannst du in einer Minute zählen?
Koordinaten: 51.1743, 7.08617 · auf der Karte