Diese Station gilt dem Papiermühler Bach. Er ist ein fast drei Kilometer langes Gewässer in Solingen, ein Nebenfluss der Wupper, und er trägt den Namen der Hofschaft Papiermühle, bei der er in die Wupper mündet. Sein Oberlauf heißt auch Städtgesmühler Bach, nach der ehemaligen Wassermühle Städtgesmühle. Weitere Namen sind Papiermühlenbach, Mennenwipper und Breidbacher Bach. Seine Quelle liegt unterirdisch in der Parkanlage Maltesergrund im Osten der Innenstadt, in der amtlichen Gewässerkarte auf Höhe des Amtsgerichts. Er fließt zunächst nach Südosten und tritt erst hinter dem Bahndamm der Korkenziehertrasse südlich der Unterführung Dorper Straße an die Oberfläche. Dann folgt er der Straße Hippergrund und passiert den Gustav-Coppel-Park. Am Kannenbrühl nimmt er den Theegartener Bach auf und fließt durch das bewaldete Städtgesmühler Bachtal. Sieben benannte Zuflüsse hat er insgesamt. Dank vieler kleiner Siefen, die die Hasseldelle und den Theegartenberg entwässern, ist er in diesem Abschnitt sehr wasserreich. Östlich von Sturmsloch verbindet sogar ein Überlauftunnel den Bach mit der Wupper. Schließlich fließt er unterirdisch durch Papiermühle und mündet nach einer Wupperschleife von rechts in die Wupper. Und nun zur Frage, warum ein Bach in einen Stadtrundgang gehört. Er galt seit jeher als sehr wasserreich, und seine Wasserkraft trieb Wassermühlen an, insbesondere Schleifkotten. In der Karte von Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Solingen, sind bereits elf Schleifkotten und eine Mühle an diesem Bach verzeichnet. Die Schleifkotten lagen am Unterlauf zwischen Altenbau und Papiermühle. Sie wurden nicht nach ihren Eigentümern benannt, sondern mit römischen Zahlen von eins bis neun durchnummeriert. Zwischen der Zahl elf und der Nummerierung bis neun besteht in einer Quelle eine Differenz, die ich nicht auflösen kann. Das passt zum Bild der Stadt: Besiedelt wurde Solingen ursprünglich in Hofschaften, kleinen Gruppen von wenigen Häusern, die sich nicht selten um einen Schleifkotten, eine Mühle oder ein Hammerwerk bildeten. Die vielen Bäche des Bergischen Landes machten das möglich. Mit dem Zeitalter der Dampfschleifereien um die Wende zum 20. Jahrhundert endete die Nutzung der Wasserkraft an diesem Bach. Einige Kotten wurden für eine Kläranlage bei Altenbau abgerissen. Heute existiert keiner der bis zu elf Schleifkotten mehr. 2006 wurde das Tal von Kannenbrühl bis zur Mündung als Teil des Landschaftsschutzgebietes Wupperengtal erfasst.
Diese Station gilt dem Papiermühler Bach, einem fast drei Kilometer langen Nebenfluss der Wupper. Seine Wasserkraft trieb Wassermühlen an, vor allem Schleifkotten. Die Karte von Ploennies verzeichnet elf davon, heute existiert keiner mehr.
Dieser Bach ist fast drei Kilometer lang und fließt in die Wupper. Anfangs fließt er unter der Erde, die Quelle liegt in einem Park. Früher trieb sein Wasser Mühlen an, vor allem Schleifkotten. Auf einer alten Karte sind elf davon eingezeichnet, dazu eine Mühle. Heute steht keiner mehr, denn um 1900 kamen die Dampfschleifereien. Kannst du dir vorstellen, wie Wasser eine Mühle antreibt?
Koordinaten: 51.17006, 7.08747 · auf der Karte