Willkommen in Schweinfurt. Wir beginnen am Main, am Zugang von der Maxbrücke in die Altstadt. Vor Ihnen steht das Museum Georg Schäfer. Zuerst ein Blick auf den Ort. Am Zugang zur Maxbrücke stand einst das Brückentor. Es gilt als vermuteter Gründungsort der heutigen Nationalen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina. Sie wurde 1652 in der Reichsstadt Schweinfurt gegründet, vor der Royal Society in London und der Académie des sciences in Paris. Nun zum Museum. Es zeigt die Sammlung des Industriellen Georg Schäfer, der seit den 1950er Jahren einen Großteil seines mit Wälzlagern erworbenen Vermögens in Kunst steckte. Das Haus besitzt die größte Spitzweg-Sammlung der Welt, 160 Gemälde und 110 Zeichnungen, darunter den Bücherwurm, den abgefangenen Liebesbrief und den Kaktusfreund. Der arme Poet hängt dagegen in der Neuen Pinakothek in München. Der Weg zum Haus war lang. 1964 entwarf Ludwig Mies van der Rohe einen stützenlosen Museums-Pavillon für den Fichtelsgarten. Er wurde nicht gebaut, weil der Stadtrat die Unterhaltskosten nicht übernehmen wollte. Der Entwurf wurde später als Neue Nationalgalerie in Berlin umgesetzt. Danach schlug die Stadt den Ebracher Hof als Standort vor. 1993 geriet FAG Kugelfischer in eine Krise, die Sammlung wurde an Banken verpfändet. Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser wollte mit dem Museum zwei Probleme lösen. Gegenüber dem Ebracher Hof stand die Bauruine des Technischen Rathauses aus den 1980er Jahren, von der nur die Tiefgarage fertig war. Auf ihr sollte das Museum entstehen. Grieser überzeugte in längeren, hartnäckigen Gesprächen Ministerpräsident Edmund Stoiber, und 1996 wurde beschlossen, Mittel aus den Privatisierungserlösen des Freistaates bereitzustellen. Am 1. Februar 1997 gewann der Berliner Volker Staab den Wettbewerb. Grieser beauftragte ihn noch am selben Tag. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Museum am 23. September 2000 eröffnet. Die Treppenhalle folgt dem Vorbild der Alten Pinakothek in München. Im ersten Obergeschoss liegen die Kunstlichtsäle für Wechselausstellungen, im zweiten die Oberlichtsäle mit der ständigen Sammlung. Das Ensemble erhielt 2007 den Theodor-Fischer-Preis. Als Nächstes gehen wir zum Alten Rathaus.
Sie stehen vor dem Museum Georg Schäfer. Es zeigt deutsche Kunst vom ausgehenden 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts und besitzt die größte Spitzweg-Sammlung der Welt. Der Bau von Volker Staab wurde am 23. September 2000 eröffnet.
Du stehst vor einem Kunstmuseum. Hier hängen Bilder von Carl Spitzweg. In keinem anderen Museum der Welt gibt es so viele von ihm: 160 Gemälde und 110 Zeichnungen. Gesammelt hat sie Georg Schäfer, ein Industrieller, der sein Geld mit Wälzlagern verdiente. Eröffnet wurde das Museum am 23. September 2000. Das Museum steht auf einer Tiefgarage. Sie war der einzige fertige Teil eines Rathaus-Neubaus, der nie fertig wurde. Was, glaubst du, ist auf einem Bild zu sehen, das Der Bücherwurm heißt?
Koordinaten: 50.0439, 10.2361 · auf der Karte