Sie stehen vor dem ehemaligen Zeughaus, mitten auf dem Zeughausplatz. Der Platz liegt im Gebiet der Stadterweiterung, die von 1437 bis 1502 erfolgte. Früher stand östlich des Zeughauses auch die Kilianskapelle. An dieser Stelle stand zuerst eine Roßmühle mit vier Gängen, die acht Pferde antreiben konnten. Nach der städtischen Chronik wurde sie nach einem sehr dürren Sommer angelegt, in dem es an Wasser fehlte. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1554 nahm die Mühle großen Schaden. Zerstört wurde sie nach der Überlieferung erst fünf Tage später, von einer Frau, die laut Chronik eine Zauberin, Milchdiebin oder Hexe gewesen sein soll. Danach dienten die Mühlenruinen offenbar Steinmetzen als Werkstatt. Beim langen Wiederaufbau der Stadt entstand hier von 1589 bis 1591 das Zeughaus. Der Renaissancebau hat Rundtore, Gesimse, Schweifgiebel, einen Treppenturm und ein dreigeschossiges Satteldach, insgesamt fünf Geschosse. Schauen Sie auf die Westfassade. Dort ragen mehrere Kanonenkugeln aus der Wand. Sie erinnern an 1647, als schwedische Truppen unter Carl Gustav Wrangel Schweinfurt belagerten und mit Kanonen beschossen. Im Zeughaus lagerte die Reichsstadt Ausrüstung und reparierte sie bei Bedarf. Daher der Name. Wegen kriegsbedingter Geldnot musste sie später einen Großteil der alten Waffen verkaufen. Zwischendurch war das Haus Kaserne. 1826 ging es an den Fabrikanten Wilhelm Sattler. Er baute im Norden und Westen an und ließ in den Innenräumen den giftigen Farbstoff Schweinfurter Grün lagern. Ab 1940 hatte das Schweinfurter Tagblatt hier seinen Sitz. 2010 erwarb die Stadt das Haus, 2013/14 wurde es kernsaniert. Dabei fand man unerwartet Reste grüner Farbe, und es musste eine umfängliche Arsensanierung erfolgen. Seitdem ist das Zeughaus ein Haus der Familien. Es soll der Begegnung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien dienen.
Sie stehen vor dem ehemaligen Zeughaus, dem Waffenarsenal der Reichsstadt. Es wurde 1589 bis 1591 im Stil der Renaissance gebaut, an der Stelle einer Roßmühle. Später lagerte hier der giftige Farbstoff Schweinfurter Grün. Seit der Sanierung ist es ein Haus der Familien.
Du stehst vor dem Zeughaus. Hier hat die Stadt früher Waffen aufbewahrt. Schau auf die Westwand: Dort stecken mehrere Kanonenkugeln in der Mauer. Sie erinnern daran, dass 1647 schwedische Truppen die Stadt beschossen. Später lagerte ein Fabrikant hier einen giftigen grünen Farbstoff, das Schweinfurter Grün. Bei der Sanierung fand man noch Reste davon, und das Haus musste von Arsen gereinigt werden. Heute ist hier ein Haus für Familien. Was würdest du dort gern machen?
Koordinaten: 50.04591667, 10.22977778 · auf der Karte