Sie stehen vor dem Städtischen Museum Rosenheim. Es sitzt im Mittertor, dem letzten erhaltenen Stadttor der Stadt. Die Dauerausstellung heißt „Vom Römergrab zum Nierentisch“ und zeigt Exponate zur Stadtgeschichte, zum Handwerk, zum Handel, zum Verkehrswesen und zur Wohnkultur. Die Geschichte des Hauses beginnt am 1. Juni 1895. An diesem Tag wurde das Museum in vier Räumen im ersten Stock des Mittertors eröffnet. Initiator war der Glasermeister Josef Gietl, der erste Vorstand des Kollegiums der Gemeindebevollmächtigten. 1902 war eine Erweiterung um sechs Räume nötig. Nach einer Umgestaltung durch den Architekten und Volkskundler Franz Zell belegte das Heimatmuseum ab Mai 1932 siebzehn Ausstellungsräume. Im Juli 1952 kam die neue Römersammlung dazu. Von 1960 bis 1967 wurde das Museum umfassend renoviert und neu gestaltet. Ab 1996 kam eine stadtgeschichtliche Abteilung in neun Räumen des benachbarten Gietlhauses dazu. Heute umfasst die Sammlung mehr als zwanzigtausend Objekte, etwa fünftausend davon sind zu sehen. Der Rundgang führt durch dreiundzwanzig Schauräume auf vier Ebenen und ist nicht barrierefrei. Beginnen wir mit den Römern. Die Römersammlung zeigt Töpferwaren und Grabbeigaben aus dem Bereich von Pons Aeni, das heißt Innbrücke. Der Wikipedia-Quelle zur Stadt erzählt dazu: Bereits 15 vor Christus kamen die Römer unter Drusus und Tiberius an diese Stelle. Sie bauten eine Straße vom Brenner nach Regensburg und eine Straße von Salzburg nach Augsburg. Die Kreuzung dieser beiden Handelswege wurde durch eine Militärstation geschützt, und deren Name war Pons Aeni. Aus diesem Namen entwickelte sich in der Sprache der Bajuwaren das noch heute geläufige Pfunzen, das in den Ortsteilnamen Langenpfunzen und Leonhardspfunzen erhalten ist. Im Obergeschoss erinnert ein großes Modell eines Schiffszuges an die Innschifffahrt, die für die Entwicklung Rosenheims bedeutend war. Mehr dazu hören Sie am Max-Josefs-Platz. Weitere Themen sind Volksfrömmigkeit und sakrale Kunst, Zunftwesen, Handwerk und Handel. Im Museum sind außerdem Keramiken der Rosenheimer Hafner ausgestellt. Aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen Möbel und Einrichtungsgegenstände, inszeniert in einer Küche, einer Bürgerstube, einer Wirtsstube und im Perthaler Zimmer. Die stadtgeschichtliche Abteilung zeigt Exponate, Pläne und Fotografien der Saline, die von 1810 bis 1958 bestand. Rund zweihundert Jahre war Rosenheim auch als Heilbad bekannt. Weitere Räume behandeln die Stadterhebung 1864, den Aufschwung bis 1914, die Kriegs- und Zwischenkriegszeit und die Wirtschaftswunderzeit der 1950er Jahre.
Sie stehen vor dem Städtischen Museum Rosenheim im Mittertor. Die Dauerausstellung heißt „Vom Römergrab zum Nierentisch“ und zeigt Stadtgeschichte, Handwerk, Handel, Verkehr und Wohnkultur. Eröffnet wurde das Museum am 1. Juni 1895.
Du stehst vor einem Museum. Es ist in einem alten Stadttor, dem Mittertor. Die Ausstellung heißt „Vom Römergrab zum Nierentisch“. Das heißt: Die Ausstellung reicht von den Römern bis in die 1950er Jahre. Es gibt ein großes Modell von Schiffen, die auf dem Inn fuhren, und alte Zimmer wie eine Bürgerstube und eine Küche. Insgesamt gibt es mehr als zwanzigtausend Objekte, aber nur etwa fünftausend sind zu sehen. Was würdest du als Erstes anschauen?
Koordinaten: 47.856416, 12.128299 · auf der Karte