Stadtohr

Stadtrundgang Rosenheim · Station 6 von 16

Lokschuppen Rosenheim

· eisenbahn, ausstellung, denkmal, umbau

Ausführlich

Sie stehen vor dem Lokschuppen Rosenheim. Er liegt am südlichen Rand der Innenstadt, gegenüber dem Rathaus. Schauen Sie die Dachlinie entlang: Das Pultdach, das Sie sehen, stammt vom Wiederaufbau im Jahr 1922. Die Geschichte beginnt 1858. Mit der Eröffnung der Maximiliansbahn von München nach Kufstein entstand in Rosenheim ein Betriebswerk der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen. Kernstück war ein massiver Ringlokschuppen mit neunzehn Ständen, mit Drehscheibe und Kopfbauten an den Stirnseiten. Am 13. November 1858 ging die Werkstätte in Betrieb. Doch das wachsende Verkehrsaufkommen sprengte die Anlage. 1872 wurde die Verlegung des Bahnhofs beantragt, und 1876 ging der neue Bahnhof in Betrieb, der bis heute genutzt wird. Zwei Jahre später verkaufte die Bahn Grundstücke und Gebäude an die Stadt. Dann begann das zweite Leben des Schuppens. Die Stadt nutzte ihn als Lagerhalle. 1884 kam ein eingeschossiger Verbindungsbau dazu. 1898 beschädigte ein Brand einen Teil des Lagerhauses, es wurde in erweiterter Form wieder aufgebaut. Ein weiterer Brand traf den Schuppen 1921. Beim Wiederaufbau im folgenden Jahr bekam er das Pultdach. 1928 entstand an Stelle des Verbindungsbaus ein dreigeschossiges Lagerhaus. 1931 zogen Stadtarchiv und Stadtbibliothek ein, ein Jahr später wurde ein Teil des Schuppens zur Turnhalle. In die Kopfbauten zogen die Nachbarschaftshilfe und die Arbeiterwohlfahrt. 1983 kamen das ehemalige Empfangsgebäude und der Halbrundbau der Betriebswerkstätte einschließlich der Kopfbauten in die Denkmalliste der Stadt. 1986 gab es einen Architektenwettbewerb für den Umbau zum Veranstaltungszentrum. Den Wettbewerb gewann Josef Karg aus München. Der Bund Deutscher Architekten zeichnete den Lokschuppen 1988 mit dem BDA-Preis Bayern aus, für die wirkungsvolle Kombination eines historischen Gebäudes mit zeitgemäßen Ergänzungen. Eröffnet wurde das Ausstellungszentrum 1988 mit der Landesausstellung „Die Bajuwaren“. Ein Jahr später übernahm die Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim den Betrieb. Die Gesamtfläche beträgt 1521 Quadratmeter, der Vorplatz bietet 2600 Quadratmeter für Veranstaltungen im Freien. Gezeigt werden kulturhistorische, völker- und naturkundliche Sonder- und Landesausstellungen. Bis Mai 2025 gab es im Haus das Café Lokeria.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Lokschuppen Rosenheim, einem Ausstellungszentrum in der Innenstadt. Das Betriebswerk entstand 1858 mit der Maximiliansbahn. 1988 wurde der Lokomotivschuppen umgebaut und mit der Landesausstellung „Die Bajuwaren“ eröffnet.

Für Kinder

Du stehst vor dem Lokschuppen. Hier standen früher Lokomotiven, das sind die Zugmaschinen der Eisenbahn. Im Jahr 1858 entstand hier ein Betriebswerk der Eisenbahn, mit einem Ringlokschuppen mit neunzehn Plätzen für Lokomotiven und einer Drehscheibe. Weißt du, was eine Drehscheibe ist? Später zog der Bahnhof um. Die Stadt benutzte den Schuppen als Lagerhalle, als Bibliothek und als Turnhalle. Heute finden hier große Ausstellungen statt. Die erste hieß „Die Bajuwaren“. Was würdest du in so einem langen Schuppen ausstellen?

Quellen

Koordinaten: 47.852555208, 12.128639599 · auf der Karte

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