Stadtohr

Stadtrundgang Passau · Station 14 von 16

Stadttheater Passau

1783 · theater, oper, fürstbischof, ballhaus

Ausführlich

Sie stehen vor dem Stadttheater Passau, das eigentlich Theater im Fürstbischöflichen Opernhaus heißt. Es hat 350 Sitzplätze und dient für Oper, Operette, Musical, Konzert und Schauspiel. Es ist Spielstätte des Landestheaters Niederbayern. Angefangen hat es als Ballhaus. 1645 ließ Fürstbischof Leopold Wilhelm von Österreich am Ufer des Inns ein Ballhaus errichten. Als das Jeu de Paume gegen Mitte des 18. Jahrhunderts an Beliebtheit verlor, wandelte Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal Graf von Firmian das Haus von 1771 bis 1774 in ein Hofkomödien- und Hofopernhaus um. Es blieb der Hofgesellschaft vorbehalten. Von 1783 bis 1786 ließ Fürstbischof Joseph Kardinal Graf von Auersperg das Gebäude grundlegend verändern und machte es dem Volk zugänglich. Der Hofbaumeister Johann Georg von Hagenauer setzte ein zweirangiges Logenhaus mit Fürstenloge in die rechteckige Umfassung des Ballhauses ein. Franz Petzka malte Jagd-, Schäferei- und Gärtnereiszenen an die Brüstungen und Galerien. Schauen Sie, wenn Sie drinnen sind, zur Decke: Sie zeigt einen blauen Himmel mit Wölkchen. Am 1. November 1783 wurde das Opernhaus mit der Oper Alceste von Anton Schweitzer eröffnet. Es war eines der ersten deutschen Residenztheater, das zahlenden Untertanen offenstand. 1803 ging das Haus durch die Säkularisation an den Kurfürsten von Bayern über, 1806 hieß es Königlich-Bayerisches Theater. 1882 drohte die Schließung wegen feuerpolizeilicher Mängel, weil das Staatsministerium keine Gelder bewilligte. Am 8. September 1883 beschloss die Stadt Passau, das Gebäude zu kaufen und umzubauen, am 28. Oktober 1883 wurde das Stadttheater eröffnet. Von den zwanziger Jahren bis 1945 diente es auch als Kino. Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß es Passauer Kammerspiele, 1950 musste es erneut schließen. Am 4. Oktober 1952 gründeten Landshut, Passau und Straubing den Zweckverband des Niederbayerischen Städtebundtheaters. Passau bekam die musikalische Abteilung. 1959 bis 1966 beseitigte eine Restaurierung die baulichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts. Am 11. November 1961 wurde das Haus als Fürstbischöfliches Opernhaus wiedereröffnet, mit Cimarosas Il matrimonio segreto. Im Juni 2013 überflutete das Hochwasser Parkett und Orchestergraben, im September lief der Spielbetrieb mit provisorischer Bestuhlung wieder.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Stadttheater Passau im ehemaligen Fürstbischöflichen Opernhaus. Es hat 350 Sitzplätze. Am 1. November 1783 wurde es mit der Oper Alceste eröffnet, als eines der ersten deutschen Residenztheater, das zahlenden Untertanen offenstand. Vorher war das Haus ein Ballhaus.

Für Kinder

In diesem Theater werden Opern, Musicals und Konzerte aufgeführt. Erbaut wurde das Haus als Ballhaus, 1645. Später wurde daraus ein Opernhaus für die Gesellschaft am Hof des Bischofs. Bei der Eröffnung am 1. November 1783 gab es die Oper Alceste. Es war eines der ersten Residenztheater in Deutschland, in das auch Untertanen gegen Eintritt durften. An der Decke ist ein blauer Himmel mit kleinen Wolken gemalt. Im Juni 2013 stand das Wasser im Zuschauerraum, bei einem Hochwasser. Was würdest du dir gern auf dieser Bühne ansehen?

Quellen

Koordinaten: 48.5736, 13.4649 · auf der Karte

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