Sie stehen vor dem Rathaus am Marktplatz. Es ist ein geschütztes Baudenkmal. Naumburgs Altstadt entwickelte sich aus zwei mittelalterlichen Stadtkernen. Es bildeten sich zwei getrennte Hoheitsbereiche heraus: im Südosten die Rats- und Bürgerstadt, im Nordwesten durch die Vorgeschichte als Bischofssitz die Bischofsstadt. Zwischen beiden verläuft heute eine Allee, der Lindenring. Das Rathaus wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Nach dem Stadtbrand von 1517 wurde es bis 1528 wiedererrichtet. 1556 und 1557 baute man eine Wendeltreppe zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss ein. Das Renaissance-Portal erhielt das Türblatt, das bis heute erhalten ist. In den Jahren 1608 bis 1612 und 1919/20 wurde umgebaut, 1853 entstand im ersten Obergeschoss der große Ratssaal. Im Haus liegt mit dem Ratskeller die älteste Gaststätte der Stadt, dazu stehen zwei Säle für festliche Anlässe zur Verfügung. Schauen Sie die Dachlinie entlang. Das Rathaus ist ein dreigeschossiger Dreiflügelbau mit Zwerchgiebeln. Auf dem Walmdach sitzt ein Spitzturm, mittig im Dach die Rathausuhr. Am Dachübergang läuft ein Fries um das Haus, dessen Schriftzug alle Helfer beim Bau nennt. Die Fassade ist waagerecht durch Geschossgesimse und Fensteranordnungen gegliedert, mit farbigen Fensterrahmen und Zwillingsfenstern. Rechts sehen Sie ein Spitzbogenportal und daneben das Naumburger Stadtwappen. Und jetzt die Ecke ganz rechts. Dort ist eine Säule in eine Einkerbung gesetzt. An ihrem Kapitell streiten zwei Hunde um einen Knochen. Man kann sie als Sinnbild für Streit lesen. Naumburg war damals Bischofssitz, der Bischof eine hohe Autoritätsperson. Das Relief soll auf Streitereien zwischen dem Stadtrat und dem Bischof hinweisen. Auf der Säule ist noch viel Platz, vielleicht stand dort etwas. Viele gehen davon aus, es sei eine Statue des heiligen Wenzel gewesen, genau weiß man es nicht. Das Hauptportal hat oben einen gesprengten Giebel mit dem kursächsischen Wappen von 1612 in einer Kartusche. Links und rechts stehen Doppelsäulen, über dem Portal ein Triglyphenfries, und neben dem Giebel sitzt je ein Obelisk.
Sie stehen vor dem Rathaus am Marktplatz. Es wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und nach dem Stadtbrand von 1517 bis 1528 wiedererrichtet. Im Rathaus liegt mit dem Ratskeller die älteste Gaststätte der Stadt. An einer Ecke streiten zwei Hunde um einen Knochen.
Du stehst vor dem Rathaus. Unten im Haus gibt es den Ratskeller, die älteste Gaststätte der Stadt. Suche mal die Ecke ganz rechts am Haus. Dort sitzen zwei Hunde auf einer Säule und streiten um einen Knochen. Das Bild soll auf Streit hinweisen. Der Stadtrat und der Bischof sollen sich gestritten haben. 1517 gab es einen Stadtbrand, danach wurde das Rathaus bis 1528 wieder aufgebaut. Worum streitest du manchmal mit anderen?
Koordinaten: 51.152696, 11.809357 · auf der Karte