Willkommen in Naumburg. Sie stehen vor dem Naumburger Dom Sankt Peter und Paul, der ehemaligen Kathedrale des Bistums Naumburg. Er ist heute evangelisch, gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Spätromanik in Sachsen-Anhalt und ist seit 2018 Welterbe der Unesco. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1300, andere Quellen die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ich nenne Ihnen die ältere. Fangen wir bei der Burg an. Um das Jahr 1000 errichtete Markgraf Ekkehard I. von Meißen, wohl der mächtigste Mann an der Ostgrenze des Reiches, auf einer rund 25 Meter hohen Erhebung am rechten Ufer der Saale seinen neuen Stammsitz. Er hieß Neweburg, später Naumburg. Ausschlaggebend war wohl die Lage an der Kreuzung mehrerer Handelsstraßen. Seine Söhne Hermann und Ekkehard II. gründeten kurz darauf eine kleine Stiftskirche, die 1021 in der Merseburger Bischofschronik erwähnt wird. 1028 verlegte Kaiser Konrad II. auf Drängen der beiden Brüder den Bischofssitz von Zeitz nach Naumburg. Als Grund wird die Unsicherheit des Ortes Zeitz genannt. Der erste Dom wurde wohl im Frühjahr 1029 begonnen und vor 1044 geweiht. Bei Ausgrabungen fand man seine Fundamente unter dem heutigen Dom. Um 1210 begann unter Bischof Engelhard der spätromanische Neubau. Man fing im Langhaus an, gab das aber bald auf, errichtete zuerst die Ostteile und ging dann Schritt für Schritt nach Westen. Die Schlussweihe fand nach einer Überlieferung aus dem 18. Jahrhundert am 29. Juni 1242 statt. Der Dom ist eine Doppelchoranlage, mit je einem Chor an beiden Schmalseiten. Schauen Sie auf den Westchor. Um 1250 begann man mit seinem Bau, in der Werkstatt des Naumburger Meisters, der zuvor an den Kathedralen von Noyon, Reims und Amiens mitgearbeitet hatte. Von ihm stammen der Lettner mit den Passionsreliefs und die Kreuzigungsgruppe im Portal. Er dürfte auch die zwölf Stifterfiguren entworfen haben: acht Männer und vier Frauen des deutschen Hochadels, Stifter des ersten Domes. Dargestellt sind unter anderem die Markgrafen Ekkehard II. und Hermann mit ihren Frauen Uta und Reglindis, in der Kunstgeschichte weltberühmt. Die Erststifter waren rund 200 Jahre vor dem Bau des Westchors gestorben. Das Besondere ist ihre wirklichkeitsnahe Darstellung der Kleider aus Loden und Leder und der Waffen. Und sie stehen an einem Platz, der sonst Heiligen vorbehalten war. Nach der Reformation wurde 1542 mit Nikolaus von Amsdorf zum ersten Mal im Reich ein evangelischer Bischof eingesetzt. Nach dem Tod des letzten Bischofs Julius von Pflug 1564 wurde das Bistum aufgelöst und fiel an Kursachsen. Die Kirche blieb die Kirche der evangelischen Domgemeinde.
Sie stehen vor dem Naumburger Dom Sankt Peter und Paul, der ehemaligen Kathedrale des Bistums Naumburg. Er stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist seit 2018 Welterbe der Unesco. Berühmt ist der Westchor mit seinen zwölf Stifterfiguren.
Du stehst vor dem Naumburger Dom. Vor fast tausend Jahren, 1028, wurde der Sitz des Bischofs hierher verlegt. Im Dom stehen zwölf Steinfiguren, acht Männer und vier Frauen. Es sind die Gründer des ersten Domes. Viele von ihnen waren schon rund zweihundert Jahre tot, als man ihre Figuren schuf. Der Künstler heißt in der Kunstgeschichte der Naumburger Meister. Er zeigte sie mit Kleidern aus Loden und Leder und mit Waffen. Die bekanntesten Figuren heißen Uta und Reglindis. Wie sollte deine Figur aussehen, wenn man dich in eine Kirche stellte?
Koordinaten: 51.154722222, 11.803888888 · auf der Karte