Sie stehen am Kirchplatz 9. Zum Haus selbst sind drei Dinge belegt: Es wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut, es ist Bestandteil der geschlossenen Zeile mit den Nummern 6 bis 8 und 10 bis 13, und es wurde am 21. Juni 2006 unter der Nummer K 090 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Der Architekturabschnitt des Quelle beschreibt, wie bei den Nachbarn, das Haus Nummer 7. Also wende ich den Blick, und zwar nach unten. Was diese Häuser hier oben hält, ist eine Mauer. Das Gelände fällt nach Süden zur Abteistraße ab, und die Grundstücke werden dort von einer Böschungsmauer abgefangen und eingefriedet. Die Stützmauer ist aus Backsteinen gemauert, zur Abteistraße hin verputzt, und sie besteht aus sechs Feldern. Gegliedert wird sie von Pilastern, also flachen Wandpfeilern, die mit Rauputzrustika überzogen sind: ein grober Putz, der schweres Steinwerk nachahmt. Um diese Pilaster ist der einfach abgesetzte Sockel verkröpft, läuft also im Grundriss um sie herum. Oben enden die Pilaster mit einem Kapitell in Form eines Kissens, und dieses Kissen wird als Dreiviertel-Rundstab entlang des oberen Mauerabschlusses weitergeführt. Darüber liegt ein moderner, ebenfalls verkröpfter Abschlusssockel aus Beton. Die Wandfelder dazwischen haben breite geriefte Rahmen und glatt verputzte Spiegel, und im dritten Feld von Westen tragen vier Konsolen einen balkonartigen Ausbau. Zur Propst-Kauff-Stiege hin ist die Mauer nicht verputzt, sondern backsteinsichtig, mit einer giebelförmigen Schrägverdachung obenauf. Nun das Datum dieser Mauer, und es ist unsicher. Es heißt, ihr Baujahr dürfte um die Zeit 1890 bis 1900 liegen. Das heißt: Die Häuser sind aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Mauer, die ihre Gärten hält, ist etwa zwei Generationen jünger, und auch dieses Datum ist nur eine Annahme. Ich gebe sie als Annahme weiter. Eines ist an dieser Stelle erhalten, das sonst fehlt. Im modernen Gitter über der Mauer steckt eine Sandsteinplatte mit Sonnenstrahlen und den Initialen M und P. Eine Quelle setzt hinter diese Buchstaben ein Fragezeichen. Zwei Buchstaben, eine Sonne, und niemand, der sie erklärt: Das ist der Rest, den ein Haus von seinen Bewohnern übrig lässt.
Sie stehen am Kirchplatz 9, dem vierten Haus der Zeile. Es entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Am 21. Juni 2006 kam es als Nummer K 090 in die Denkmalliste der Stadt. Auch hier beschreibt eine Quelle die Architektur des Nachbarhauses Nummer 7.
Das ist das vierte Haus in der Reihe. Über das Haus selbst steht wenig im Lexikon, deshalb schauen wir nach unten. Hinter den Häusern geht es steil bergab. Damit die Gärten nicht abrutschen, hält sie eine Mauer. Die Mauer ist aus Backstein und hat sechs Felder. Zwischen den Feldern stehen flache Pfeiler mit grobem Putz, der wie dicker Stein aussehen soll. Oben enden sie in einer Form wie ein Kissen. In einem Gitter über der Mauer steckt eine Steinplatte. Darauf sind Sonnenstrahlen und zwei Buchstaben: M und P. Niemand weiß, wofür sie stehen. Wessen Anfangsbuchstaben könnten das sein?
Koordinaten: 51.19330978, 6.43213987 · auf der Karte