Sie stehen vor dem Domherrenhof am Burgberg in der Altstadt. Das Haupthaus stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert stark überformt. Weitere Teile kamen im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dazu. Schauen Sie auf Wehrturm und Weinkeller. Sie gehören zum Befestigungswerk der sogenannten Afra- und Domfreiheit aus dem 12. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert standen hier zwei nicht zusammengehörige Gebäude an der Straße namens Freiheit, mit den Hausnummern 10 und 11. Bewohnt wurde das Haus unter anderem vom stiftischen Medicus, später vom Kantor von St. Afra. 1606 kaufte Albrecht von Bernstein zu Polenz das Haus und versah es mit dem Bären-Wappen, das bis heute erhalten ist. Eine Besonderheit ist der Meißner Buchstabenstein, der an der östlichen Mauer eingebettet ist. Er soll um 1690 geschaffen worden und ein früherer Torstein des Domherrenhofs gewesen sein. Er zeigt ein barockes Monogramm aus den ersten vier Buchstaben des Alphabets. Der Erzählung nach ist er ein Andenken an Martin Luthers Bibelübersetzung und das Meißner Kanzleideutsch, das Luther dabei verwendete. Im späten 19. Jahrhundert wurde der Domherrenhof zur landwirtschaftlichen Schule. 1882 kaufte ihn der Ökonomierat Heinrich Adolf Steiger, der Gründer dieser Schule, und trat das Grundstück 1890 unentgeltlich an sie ab. Nach einer Sanierung durch einen privaten Investor 1993 und 1994 nutzte der Landkreis das Haus als Sitz des Kreistages und als Tagungszentrum. 2006 erfolgte der Rückkauf, wofür der Landkreis den Negativpreis Schleudersachse erhielt. 2008 war das Gebäude nach der zweiten sächsischen Kreisgebietsreform leer, bis 2012 ein Hotel auf Fünf-Sterne-Niveau mit Restaurant und Tagungszentrum eröffnete. Nach nicht einmal zehn Monaten wurde es im Oktober 2013 überraschend wieder geschlossen. Ende 2014 verkaufte man das Haus an einen Geschäftsmann aus Weinböhla.
Sie stehen vor dem Domherrenhof am Burgberg in der Altstadt. Das Haupthaus stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Wehrturm und Weinkeller gehören zur Befestigung der Afra- und Domfreiheit aus dem 12. Jahrhundert. Bis 2008 saß hier der Kreistag.
Du stehst vor dem Domherrenhof. Er hat einen alten Wehrturm und einen Weinkeller, beide aus dem 12. Jahrhundert. Sie gehörten zur Befestigung. An der östlichen Mauer ist ein Stein eingebaut, der Buchstabenstein. Er zeigt die ersten vier Buchstaben des Alphabets, A, B, C und D, als Monogramm. Man erzählt, er erinnere an Martin Luthers Bibelübersetzung. Und noch etwas gibt es zu suchen: ein Wappen mit einem Bären, seit 1606. Findest du es?
Koordinaten: 51.162233, 13.46856 · auf der Karte