Sie stehen am Hexenturm. Das ist ein Wehrturm der historischen Stadtmauer, und der Name führt in die Irre: Eigentlich heißt er Spießturm. Sie stehen an der Südwestecke der Stadt. Gebaut wurde der Turm um 1420, als man die Stadtmauer verstärkte. Er war ursprünglich ein Stockwerk höher. Heute sehen Sie einen niedrigen, vierseitigen Turmstumpf mit Zeltdach. Er steht unter Denkmalschutz. Wie der Turm genutzt wurde, ist wechselhaft überliefert. Er diente wiederholt als Strafturm, später zur Aufbewahrung von Waffen, etwa Armbrüsten, und von Schießscheiben. Nun zum Namen. Dass im Hexenturm der Hexerei verdächtigte Frauen untergebracht waren, wird angenommen, ist aber nicht gesichert. Gesichert ist etwas anderes: Es gab in Kaufbeuren Hexenprozesse. 1591 wurden zehn Frauen als Hexen verbrannt. Eine Sage erzählt es anders und freundlicher. Danach hatten die Hexen früher hier ihren Versammlungsplatz und tanzten bis zum Morgen. Dabei ertönte vom Turm laute und schöne Musik, die man bis nach Oberbeuren hören konnte. Zur Mauer selbst: Kaufbeuren hat Belagerungen erlebt. 1377 belagerte Herzog Friedrich von Teck die Stadt, 1388 die bayerischen Herzöge, beide Male vergebens. Im Nordwesten der Stadtbefestigung kennen Sie schon den Eckturm neben St. Blasius, durch dessen Kirche der Wehrgang führt. Die nächste Station ist der letzte Turm unseres Rundgangs: der Fünfknopfturm, das Wahrzeichen von Kaufbeuren.
Sie stehen am Hexenturm, einem Wehrturm der historischen Stadtmauer. Er wurde um 1420 erbaut und steht an der Südwestecke der Stadt. Eigentlich heißt er Spießturm. Ursprünglich war er ein Stockwerk höher. Er steht unter Denkmalschutz.
Hexenturm, das klingt gruselig. Eigentlich heißt der Turm Spießturm. Er gehört zur Stadtmauer und wurde um 1420 gebaut. Früher war er ein Stockwerk höher. Schau auf das Dach: Es ist ein Zeltdach. Manche meinen, dass hier Frauen eingesperrt waren, die man für Hexen hielt. Das ist aber nicht sicher. Sicher ist: In Kaufbeuren wurden 1591 zehn Frauen als Hexen verbrannt. Das ist eine traurige Geschichte. Eine Sage erzählt, die Hexen hätten hier getanzt, und vom Turm habe schöne Musik geklungen, bis nach Oberbeuren.
Koordinaten: 47.87839985, 10.618159185 · auf der Karte