Stadtohr

Stadtrundgang Görlitz · Station 7 von 16

Schlesisches Museum zu Görlitz

2006 · museum, schlesien, stiftung, kulturgeschichte

Ausführlich

Sie stehen vor dem Schlesischen Museum zu Görlitz. Es wurde am 13. Mai 2006 eröffnet, in einem Komplex, den Rolf Zimmermann neu komponiert hat. Vier historische Gebäude sind darin zusammengefasst: der Schönhof, an dem Sie eben standen, das Mittelhaus und das Gebäude am Fischmarkt, beide aus dem Jahr 1832, und das Hallenhaus am Untermarkt 4. Der nördliche Innenhof zwischen Schönhof und Mittelhaus erhielt ein Glasdach. Darunter ist die am Schönhof in Teilen erhaltene Sgraffitofassade der Hoffront von 1526 geschützt. Der kleinere Hof im Süden verbindet das Mittelhaus und das Gebäude am Fischmarkt mit einem gläsernen Übergang. Das Mittelhaus war früher ein Brauhaus, das Haus am Fischmarkt beherbergte die Schankräume. Heute ist es ein Veranstaltungsort mit einer Multimediapräsentation über die Geschichte Schlesiens. Wegen der besonders wertvollen Decken-, Wand- und Balkenbemalungen aus der Renaissancezeit darf in den Räumen außer dem Feuerlöscher nichts an den Wänden hängen. Die Vitrinen für die Exponate liefern auch das Licht. Die Sammlung gibt einen Einblick in tausend Jahre Kulturgeschichte Schlesiens. Ein Teil widmet sich den Landschaften wie dem Riesengebirge und Städten wie Breslau. Ein weiterer Teil zeigt Handwerkskunst, Geschichte und das Leben und Arbeiten der Menschen. Warum steht dieses Museum in Görlitz? Die Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz wurde 1996 gegründet. Stifter sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Sachsen, die Stadt Görlitz und die Landsmannschaft Schlesien. Schon vor der Wende war ein Landesmuseum Schlesien geplant, in Niedersachsen, dem Patenland der Schlesier; vorgesehen war die Sülte in Hildesheim. Nach 1990 wurden die Planungen geändert und die schlesische Stadt Görlitz als Standort gewählt. Das Museum soll Vergangenheit und Gegenwart der Kulturregion Schlesien bekannt machen und einen Beitrag zur Verständigung zwischen Deutschland, Polen und Tschechien leisten. Die Sonderausstellungen zeigen die Breite der Themen. Es gab unter anderem Tabak und Tonpfeifen in Schlesien, Grafiken und Skulpturen von Günter Grass, Pfefferkuchen mit über neunhundert Jahren Esskultur, die Bobertalbahn und eine Ausstellung über die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Schlesischen Museum zu Görlitz. Es wurde am 13. Mai 2006 in einem Komplex aus vier historischen Gebäuden eröffnet, zu denen der Schönhof gehört. Die Sammlung zeigt tausend Jahre Kulturgeschichte Schlesiens.

Für Kinder

Du stehst vor einem Museum, das aus vier alten Häusern besteht. Eines davon ist der Schönhof, den du gerade gesehen hast. Zwischen den Häusern ist ein Hof mit einem Glasdach. Im Museum geht es um Schlesien, das ist eine Region mit Städten wie Breslau und mit dem Riesengebirge. Es zeigt tausend Jahre Geschichte. Eine besondere Regel gilt in den Räumen: An den Wänden darf nichts hängen, weil sie so wertvoll bemalt sind. Welche Wand in deinem Zimmer würdest du am liebsten bemalen?

Quellen

Koordinaten: 51.15611314, 14.99059796 · auf der Karte

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