Sie stehen am Elefantenklo, kurz E-Klo. Einen offiziellen Namen hat dieses Bauwerk nicht. Im Bauvorhaben hieß es Fußgängerplattform am Selterstor. Den Spitznamen bekam es wegen seiner übertrieben scheinenden Größe und der drei großen Öffnungen, die an ein überdimensionales Plumpsklo denken lassen. Schauen Sie nach oben. Die Plattform ist knapp 50 Meter lang und im Mittel 24 Meter breit, trapezförmig, aus 75 Zentimeter starkem Leichtbeton, und sie ruht auf sechs Säulen. Über die Längsachse liegen drei achteckige Öffnungen, sieben bis neun Meter breit. Sie lassen Tageslicht auf die Straße und senken das Gewicht der Plattform. Die Plattform überspannt die Kreuzung von vierspurigem Anlagenring, Frankfurter Straße und Seltersweg, am Standort des früheren Selterstores. Die Größe hat einen Grund: Sie sollte alle vier Ecken der Kreuzung verbinden, sonst wären vier einzelne Brücken nötig gewesen. Ursprünglich sollte sie sogar die ersten Obergeschosse mehrerer Kaufhäuser verbinden, das wurde nicht umgesetzt. Die Konstruktion war eine preisgekrönte Ingenieurleistung. Architektonisch ordnet man sie dem Brutalismus zu. Errichtet wurde sie 1967/68, als sich Verkehrsplanung und Stadtentwicklung am Ideal der autogerechten Stadt orientierten. Vorher war an der Stelle ein Kreisverkehr. Schon bei der Einweihung am 28. September 1968 bekam das Bauwerk seinen Spitznamen, mit dem es überregional bekannt wurde. Zur Bauzeit lobte man es als innovatives Verkehrskonzept. Heute gilt es eher als Störfaktor im Stadtbild und als Symbol einer verfehlten Stadt- und Verkehrsplanung. Mehrmals wurde ein Abriss erwogen. Die Stadt hat bisher 2,2 Millionen Euro an Unterhalt und Sanierung aufgebracht. 2008, zum 40-jährigen Jubiläum, enthüllte der Akademische Micky Maus Club, der auch als Erfinder des Spitznamens gilt, ein Transparent mit der Aufschrift Elefantenklo. 2014 kam eine Spülung dazu: ein Wasservorhang für rund 150.000 Euro, der von der Plattform in einen Betonkasten fällt. Es gibt auch ein Gerücht, die drei Öffnungen gingen auf eine Fehlberechnung der Betonmenge zurück. Eine Quelle hält das für bautechnisch nicht haltbar. In den Planungen sind die drei Öffnungen enthalten. Im Wahlkampf zur Kommunalwahl 2026 gab es erneut eine Debatte über den Abriss. Die Stadtverwaltung widersprach dem Argument der Baufälligkeit: Die Untersuchung im August 2025 habe in puncto Standsicherheit nichts zu beanstanden gefunden. Die nächste Hauptprüfung findet planmäßig 2031 statt.
Sie stehen am Elefantenklo, kurz E-Klo, einer Fußgängerüberführung über eine Straßenkreuzung. Einen offiziellen Namen hat sie nicht. Sie wurde 1967/68 gebaut, am 28. September 1968 eingeweiht, und bekam ihren Spitznamen sofort. Heute gilt sie als Gießens markantestes Wahrzeichen.
Du stehst am Elefantenklo. So nennen die Gießener diese Brücke für Fußgänger. Einen richtigen Namen hat sie nicht. Sie ist knapp 50 Meter lang, aus Beton, und sie hat drei große achteckige Öffnungen. Wegen ihrer Größe und der Öffnungen bekam sie ihren Spitznamen, schon am Tag der Einweihung 1968. Gebaut wurde sie, damit Fußgänger alle vier Ecken der Kreuzung erreichen. Sonst hätte man vier Brücken gebraucht. Zähle die Öffnungen in der Brücke. Wie viele sind es?
Koordinaten: 50.582, 8.67018 · auf der Karte