Stadtohr

Stadtrundgang Freising · Station 16 von 16

Peterskapelle

· kapelle, grabstätte, säkularisation, bruderschaft

Ausführlich

Sie stehen dort, wo die Peterskapelle stand. Sie lag nur wenige Meter vom Eingang des Doms und der Johanniskirche entfernt, und damit schließt sich unser Kreis: Wir sind wieder dort, wo wir begonnen haben. Die Kapelle wurde in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts erbaut. Sie war die Grabstätte von Bischof Erchanbert, der 854 starb und sich diesen Platz gewünscht hatte. Bis ins 18. Jahrhundert ist über das Gebäude wenig bekannt. Dann, 1719, gründete Philipp Franz Lindmayr, Diözesanvisitator und Kanonikus von St. Andrä, den Peterspakt. Er tat es in gemeinsamer Sorge mit Bischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck um den Bistumsklerus. Zwei Jahre später wurde der Pakt zur Bruderschaft erhoben, zur Bruderschaft St. Peter. Das Ende der Kapelle kam mit der Säkularisation. Am 27. November 1802 ging die Kirche in den Besitz des Kurfürstentums Bayern über. Am 31. Dezember desselben Jahres wurde sie geschlossen. Am 19. April 1803 überführte man die Gebeine Erchanberts aus der Marmortumba in den Freisinger Dom. Danach wurde das Gebäude abgebrochen. An seiner Stelle steht das Holzkreuz, vor dem Sie stehen. Damit endet der Rundgang. Er führte vom Dom über die Stifte, den Marstall und das Museum hinunter in die Bürgerstadt und wieder hinauf. Die Jahre 1802 und 1803 begegneten Ihnen dabei immer wieder: Das Hochstift endete, das Stift St. Andreas wurde aufgehoben, das Stift St. Johannes aufgelöst, das Lyzeum geschlossen und die Peterskapelle abgebrochen. Es war die Säkularisation. Der Weihenstephaner Berg, der zweite alte Siedlungshügel der Stadt, braucht eigene Zeit. Rund um das ehemalige Kloster Weihenstephan liegen das Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Kurzfassung

Sie stehen dort, wo die Peterskapelle stand, nur wenige Meter vom Eingang des Doms entfernt. Sie wurde in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts erbaut und war die Grabstätte von Bischof Erchanbert. 1803 wurde sie abgebrochen. Heute steht an ihrer Stelle ein Holzkreuz.

Für Kinder

Du stehst dort, wo früher eine kleine Kapelle stand, die Peterskapelle. Sie war nur wenige Meter vom Dom entfernt. Gebaut wurde sie in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts, also vor mehr als tausend Jahren. Bischof Erchanbert wollte genau hier begraben sein. 1803 holte man seine Gebeine in den Dom, und die Kapelle wurde abgerissen. Heute steht hier das Holzkreuz. Dein Rundgang endet dort, wo er begonnen hat, ein paar Schritte vom Dom entfernt. Was hat dir am besten gefallen?

Quellen

Koordinaten: 48.3991, 11.7456 · auf der Karte

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