Sie stehen vor dem Asamgebäude. Es nimmt den gesamten Süden des Marienplatzes ein. Die lange Straßenfront gehört zu einem barocken, dreigeschossigen Vierflügelbau mit kleinem Glockenturm. Das Haus war eine Schule. 1695 gründete der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck hier am Marienplatz eine Hochschule mit angeschlossenem Gymnasium. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1691, andere Quellen 1695. Betreut wurde das Lyzeum von den Benediktinern. Im 18. Jahrhundert stieg die Zahl der Studenten von etwa hundert auf neunhundert Mitte des Jahrhunderts. 1797 waren es nur noch 168. Gebaut wurde in Abschnitten. Um 1695 begann wohl Antonio Riva, der Westflügel entstand 1707 bis 1709, der Ostflügel 1737, ab 1764 der Südflügel. Im Westflügel liegt der Asamsaal, mit Deckengemälden von Hans Georg Asam aus dem Jahr 1711 und Stuck von Nikolaus Liechtenfurtner. Er war die Aula des Lyzeums und zugleich Studienkirche. Dann kam die Säkularisation. 1802 und 1803 wurde das Lyzeum geschlossen, und der Saal bekam neue Aufgaben. Ab 1838 saß hier das Appellationsgericht. Es zog eine Zwischendecke und eine Quermauer ein und nutzte den Saal als Gerichtssaal. Ab 1862 turnte die Realschule darin. 1949 wurde der Saal wieder nutzbar und das Deckengemälde saniert. 1975 wurde der Westflügel um sieben Meter über die Moosach verlängert, um die Bühne zu vergrößern. Seitdem spielt hier das Asamtheater. 2014 stellte sich heraus, dass die Stuckdecke massive Schäden hatte. Der Saal wurde gesperrt. Ab 2017 wurde das Haus grundlegend saniert, sieben Jahre lang, für 64,7 Millionen Euro. Mitte 2020 legte man eine historische Pumpenanlage frei, die bisher nur von Plänen bekannt war. Pumpen dieser Art kannte man bis dahin nur aus dem norddeutschen Bergbau. Am 20. Juli 2024 wurden Asamgebäude und Asamsaal mit einem Festakt wiedereröffnet, am Tag darauf das Stadtmuseum. Für die Generalsanierung erhielt die Stadt 2025 die Bayerische Denkmalschutzmedaille.
Sie stehen vor dem Asamgebäude. Es nimmt den gesamten Süden des Marienplatzes ein. Von 1695 bis 1803 war es eine kirchliche Hochschule mit Gymnasium. Heute beherbergt es den Asamsaal und das Stadtmuseum.
Du stehst vor dem Asamgebäude. Es ist riesig, es nimmt den ganzen Süden des Marienplatzes ein. Früher war es eine Schule, eine Hochschule mit Gymnasium. Im 18. Jahrhundert stieg die Zahl der Studenten von etwa hundert auf neunhundert. Im Haus gibt es einen berühmten Saal, den Asamsaal, mit Gemälden an der Decke. Später turnten hier Schüler, und es war einmal ein Gerichtssaal. Bei der Sanierung fand man eine alte Pumpenanlage, die man nur von Plänen kannte. Was könnte man mit so einer Pumpe gemacht haben?
Koordinaten: 48.4004, 11.7443 · auf der Karte