Sie stehen dort, wo die Stoeferlehalle stand, auf dem Gelände der Technischen Universität. Die Halle gibt es nicht mehr, ihre Geschichte lohnt sich trotzdem. Wikipedia nennt als Baujahr 1952, Wikidata 1966. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe und sage dazu, dass es zwei gibt. 1952 wurde die Halle für den Fachbereich Maschinenbau in der Alexanderstraße gebaut. Sie war der erste Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg und diente bis 1970 dem Maschinenbau. Verantwortlich war Professor Theodor Stöferle, der 1978 starb. Nach ihm wurde die Halle benannt. Als der Maschinenbau ab Mitte der 1970er Jahre auf die Lichtwiese zog, blieb nur ein kleiner Bereich in Betrieb: Der wegen seiner dicken Betonwände Bunker genannte Teil diente für Experimente zur Maschinenakustik. Dann stand die Halle mehrere Jahre leer, das Dach war schwer beschädigt, und sie sollte abgerissen werden. Doch 1997 hatte Hochschulpräsident Johann-Dietrich Wörner die Idee, sie zum Veranstaltungszentrum vor allem für Studierende zu machen. Er brachte sie während des Hochschulstreiks im November 1997 auf den Weg, und am Rand des Streiks fanden sich Studierende zum Arbeitskreis Stoeferlehalle zusammen. Im Herbst 1998 fanden sich Sponsoren, das Dach wurde komplett erneuert. Im Frühjahr 1999 räumten Mitglieder des Arbeitskreises und viele Helfer die Halle auf. Es fehlten noch Notausgänge, sanitäre Anlagen und eine neue Stromversorgung. Zwei Architekturstudenten und ein Mitarbeiter des Fachbereichs Architektur entwickelten das Konzept für den Umbau. Alle Bauteile waren aus Stahl und im Signalgelb von Baustellen gehalten, es gab acht rollbare Containermodule als Bareinheiten und vierundfünfzig Podestflächen, die sich zu Bühnen, Sitz- und Liegeflächen und Arbeitstischen anordnen ließen. Am 6. Juni 2003 eröffnete das studentische Kulturprojekt 603qm, ein Projekt des AStA. Die Mitarbeit im Arbeitskreis war ehrenamtlich. Die letzte Kulturveranstaltung fand im Juni 2013 statt, im Frühjahr 2014 wurde die Halle abgerissen. Am 4. Mai 2017 weihte man an gleicher Stelle den fünfgeschossigen Neubau ein: Im Erdgeschoss ein Lernzentrum und ein Café, im Untergeschoss zwei große Säle für kulturelle und studentische Veranstaltungen, in den oberen Geschossen Büros des Hochschulrechenzentrums.
Sie stehen an der Stelle der Stoeferlehalle auf dem Gelände der Technischen Universität. Die Halle wurde 1952 für den Maschinenbau gebaut, später war sie ein studentisches Kulturzentrum. 2014 wurde sie abgerissen, 2017 weihte man an gleicher Stelle einen Neubau ein.
Hier stand einmal eine große Halle der Universität, 1952 gebaut. Zuerst arbeiteten dort Maschinenbauer, später stand sie leer. Studenten haben sie ab 1999 aufgeräumt und umgebaut, damit man dort Partys und Kneipenabende feiern konnte. Alles war gelb, die Tore und sogar die Bars, die auf Rollen standen. 2014 wurde die Halle abgerissen und ein neues Haus gebaut. Was würdest du in so einer großen Halle veranstalten?
Koordinaten: 49.875, 8.6575 · auf der Karte