Sie stehen auf der Mathildenhöhe, einem Gebäude- und Parkensemble des Jugendstils und der frühen Moderne. Es entstand zwischen 1897 und 1914 auf der gleichnamigen Erhebung im Osten der Innenstadt. Am 24. Juli 2021 wurde es in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, wegen seines Beitrags zur modernistischen Architektur, zur städtischen Landschaftsgestaltung und zu den avantgardistischen Prozessen, in denen das geschah. Benannt ist die Anhöhe nach Großherzogin Mathilde, der Frau von Ludwig III. Zuerst wurde hier Wein angebaut. Um 1800 ließ Prinz Christian, der jüngste Bruder des Landgrafen Ludwig X., einen Park anlegen, der auch der Öffentlichkeit offenstand. Aus der Zeit um 1830 stammt der Platanenhain, der noch heute steht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden am Fuß des Hügels großbürgerliche Villen, und von 1877 bis 1880 baute man auf der Kuppe nach Plänen des Ingenieurs Otto Lueger ein Wasserreservoir. 1897 bis 1899 errichtete Léon Benois die Russische Kapelle. Ebenfalls ab 1897 hatten Großherzog Ernst Ludwig und der Verleger Alexander Koch die Idee eines Zentrums für die Reformbewegung in Architektur, Kunst und Handwerk, inspiriert von der Arts-and-Crafts-Bewegung in Großbritannien und der im selben Jahr gegründeten Wiener Secession. Der Architekt Karl Hofmann entwarf einen Bebauungsplan mit Straßenzügen für Villen rund um die zentrale Grünanlage. Aus Paris holte der Großherzog den Bildhauer Rudolf Bosselt und den Maler Hans Christiansen, aus München Peter Behrens. Joseph Maria Olbrich, Mitbegründer der Wiener Secession, wurde der Spiritus rector. Die Künstler entwarfen die Gebäude samt Möbeln und Gebrauchsgegenständen selbst, als experimentelle Lebens- und Arbeitswelten der frühen Moderne. Gezeigt wurden sie in vier Ausstellungen: 1901 Ein Dokument deutscher Kunst, drei Jahre später die zweite, etwas kleinere, 1908 die dritte unter dem Titel Hessische Landesausstellung für freie und angewandte Kunst, und 1914, am Vorabend des Ersten Weltkriegs, die vierte. In der Brandnacht vom 11. auf den 12. September 1944 wurde die Mathildenhöhe schwer beschädigt. Die Bewerbung um das Welterbe dauerte anderthalb Jahrzehnte. 2006 initiierte die Stadt sie mit einem Forum, 2011 bestätigte der Kunsthistoriker Werner Oechslin die außergewöhnliche Bedeutung, im Sommer 2012 reichte die Stadt den Antrag auf Aufnahme in die deutsche Tentativliste ein, am 15. Januar 2015 erfolgte die offizielle Aufnahme. Zur Welterbestätte gehören zwei Teilflächen mit zusammen 5,37 Hektar und eine Pufferzone von 76,54 Hektar.
Sie stehen auf der Mathildenhöhe, einem Ensemble des Jugendstils und der frühen Moderne, das von 1897 bis 1914 entstand. Es wurde am 24. Juli 2021 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Benannt ist die Anhöhe nach Großherzogin Mathilde.
Auf diesem Hügel haben vor mehr als hundert Jahren Künstler neue Häuser, Möbel und Gärten erfunden. Zuerst wurde hier Wein angebaut, später gab es einen Park, und dann kamen die Künstler. Sie haben ihre Häuser mit allem, was darin steht, selbst entworfen. Es gab vier große Ausstellungen, 1901, 1904, 1908 und 1914. 2021 hat die UNESCO die Mathildenhöhe zum Welterbe erklärt. Das bedeutet, dass sie besonders wichtig ist und geschützt wird.
Koordinaten: 49.87694, 8.66814 · auf der Karte