Stadtohr

Stadtrundgang Dachau · Station 7 von 16

St. Jakob (Dachau)

· kirche, spaetrenaissance, pilger, sonnenuhr

Ausführlich

Sie stehen vor der katholischen Pfarrkirche St. Jakob in der oberen Altstadt, unterhalb des Schlosses. Sie liegt am Kreuzungspunkt dreier Fernstraßen, nach Augsburg, nach Freising und nach München. Geweiht ist sie dem Apostel Jakobus dem Älteren, dem Schutzpatron der Pilger und Reisenden. Sie ist der Referenzpunkt für alle Entfernungen von und nach Dachau. Zur Geschichte: Eine erste Kirche entstand in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Pfarrei Dachau wird erstmals 1315/16 in der Konradinischen Matrikel erwähnt, dem Güterverzeichnis des Bistums Freising. 1390 nennt eine Urkunde die Kirche mit dem Patrozinium des heiligen Jakobus. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Nordturm errichtet, er ist bis heute erhalten. Von 1584 bis 1586 baute der Münchner Hofbaumeister Friedrich Sustris Chor und Turm um. Das alte Langhaus ersetzte von 1624 bis 1626 ein Neubau nach den Plänen von Hans Krumpper, dem Schwiegersohn und Nachfolger von Sustris. Ein Rotmarmorstein von 1627 berichtet vom Abbruch der alten Kirche und vom Baubeginn des neuen Langhauses im Jahr 1624. 1678 wurde der Turm aufgestockt und bekam eine Zwiebelhaube mit Laterne. 1926 und 1927 verlängerte man die Kirche um zwei Joche nach Westen. Schauen Sie am Turm hinauf. Er ist 44 Meter hoch, und das Glockengeschoss ist achteckig. Neben dem Südportal bedeckt eine große aufgemalte Sonnenuhr mit Tierkreiszeichen die Außenwand. Sie ist von 1699 und stammt vom Dachauer Maler und späteren Bürgermeister Johann Georg Hörmann. Über dem Südportal steht in einer Nische die Holzfigur des Kirchenpatrons als Jakobspilger. Dieser Eingang war bis zur Verlängerung der Kirche das Hauptportal. Im Inneren steht an den Pfeilern des Langhauses und im Chor eine Reihe lebensgroßer, weiß gefasster Apostelfiguren. Sie werden um 1625 datiert und stammen möglicherweise von Constantin Pader, der damals in Dachau lebte. Die Kreuzigungsgruppe über dem Südportal schuf zwischen 1562 und 1567 Adam Krumpper, der Vater von Hans Krumpper. Herzog Albrecht V. hatte sie ursprünglich für die Dachauer Schlosskapelle in Auftrag gegeben. Auf der Silberampel von 1704 sind der heilige Jakobus, Maria und das Dachauer Schloss zu sehen.

Kurzfassung

Sie stehen vor der katholischen Pfarrkirche St. Jakob. Sie wurde gegen Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts an der Stelle einer romanischen Vorgängerkirche errichtet. Geweiht ist sie dem Apostel Jakobus dem Älteren, dem Schutzpatron der Pilger und Reisenden.

Für Kinder

Diese Kirche heißt St. Jakob. Jakobus ist der Schutzpatron der Pilger und Reisenden. Die Kirche steht dort, wo sich drei Fernstraßen kreuzen, nach Augsburg, Freising und München. Der Turm ist 44 Meter hoch. Neben dem Südportal ist eine große Sonnenuhr an die Wand gemalt, mit Tierkreiszeichen. Sie ist von 1699. Der Maler hieß Johann Georg Hörmann und wurde später Bürgermeister. Findest du die Sonnenuhr? Und hier ist etwas Besonderes: Die Kirche ist der Bezugspunkt für alle Entfernungen von und nach Dachau.

Quellen

Koordinaten: 48.259591515, 11.434341081 · auf der Karte

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