Sie stehen an der Krumpperkapelle auf dem Stadtfriedhof, Gottesackerstraße 4. Offiziell ist sie die katholische Friedhofskapelle Heilig Kreuz. Gebaut wurde sie 1627 und 1628 nach Plänen von Hans Krumpper, gestiftet hat sie Wilhelm Jocher. Hans Krumpper plante auch das neue Langhaus von St. Jakob. Schauen Sie auf die Form: ein achteckiger Zentralbau mit Zeltdach, oben ein Dachreiter mit Zwiebelhaube. Im Osten schließt ein rechteckiger Chorraum an, im Westen eine rechteckige Vorhalle, die 1934 errichtet wurde. Im Inneren hat die Renaissance-Kapelle eine einfache Stuckdekoration. Darin steht eine Kreuzigungsgruppe von Albert Hirschmann. Im Gewölbe der Sakristei befindet sich ein Kreuz-Reliquiar, das Heinrich Rauffer stiftete. Der Name Rauffer fällt hier noch einmal. Zwischen 1992 und 1995 wurde die Kapelle renoviert, auf Initiative von Heinrich Rauffer. Er sammelte durch eine Spendenaktion 500.000 D-Mark und verhinderte damit den Abriss der Kapelle. Nun zur Glocke. In der Krumpperkapelle läutet die älteste Glocke Dachaus. Das gotische Werk wurde 1406 gegossen und war eigentlich für die Dachauer Schlosskapelle bestimmt. Als 1806 die Seitenflügel und die Kapelle des Schlosses abgerissen wurden, kam die Glocke in die Kirche St. Jakob und diente als Totenglöckchen. Dieser Abriss ist uns oben auf dem Schlossberg begegnet. Später lagerte sie auf dem Dachboden. Auf Initiative von Heinrich Rauffer wurde sie restauriert und in der Friedhofskapelle aufgehängt. Eine Anmerkung zum Namen Jocher: In St. Jakob wurde 1629 eine Grabkapelle für Wilhelm Jocher und seine Gemahlin angebaut. Ob es derselbe Wilhelm Jocher ist wie hier, sagen die Quellen nicht ausdrücklich. Eine Quelle nennt für den Bau das Jahr 1628 und an anderer Stelle die Bauzeit 1627 bis 1628. Ich nenne beide Angaben, sie widersprechen sich nicht. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz.
Sie stehen an der Krumpperkapelle auf dem Stadtfriedhof, Gottesackerstraße 4. Sie wurde 1627 und 1628 nach Plänen von Hans Krumpper gebaut, ein achteckiger Zentralbau mit Zeltdach. In ihr läutet die älteste Glocke Dachaus, gegossen 1406.
Auf dem Friedhof steht eine kleine Kapelle mit acht Ecken. In ihr hängt die älteste Glocke von Dachau. Sie wurde 1406 gegossen, das ist über 600 Jahre her. Eigentlich sollte sie im Schloss hängen, in der Schlosskapelle. Aber die wurde 1806 abgerissen. Da kam die Glocke in die Kirche St. Jakob und läutete als Totenglöckchen. Später lag sie auf einem Dachboden. Ein Mann namens Heinrich Rauffer sorgte dafür, dass sie wieder hergerichtet und hier aufgehängt wurde. Kannst du die acht Ecken der Kapelle zählen?
Koordinaten: 48.261368562, 11.434457503 · auf der Karte