Sie stehen am Spremberger Turm, einem ehemaligen Wehrturm in der Altstadt, am südlichen Ende der Spremberger Straße. Die Cottbuser nennen sie umgangssprachlich Sprem. Zur Datierung gibt es zwei Angaben: Die erste Anlage als Torturm des Spremberger Tores stammt aus dem 13. Jahrhundert, nach anderer Lesart aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Als Cottbus 1156 zum ersten Mal erwähnt wurde, dienten noch einfache Holzpalisaden zur Stadtbefestigung. 1429 hielt die Stadt dem Hussitensturm stand, danach wurden die Befestigungen noch einmal verstärkt. 1773 erhielt der Turm vom Zimmermeister Fritsch eine barocke Schweifhaube mit Laterne, Kosten 170 Taler. Ein Jahr später kamen eine Turmuhr und eine Glocke aus der Festung Peitz dazu. 1810 wurde die Haube beschädigt und musste abgerissen werden. Der Wiederaufbau verzögerte sich. Erst 1823 begann der preußische Bauinspektor Brasch mit einem Entwurf, den Karl Friedrich Schinkel genehmigte. Der Maurermeister Schneider mauerte den Turmschaft auf und versah ihn mit Zinnen, dafür wurden Steine aus dem Sandower Tor verwendet. Das Spremberger Tor selbst wurde 1875 abgerissen, die vorgelagerte Bastion 1878 und 1879. 1890 wurde der Turm renoviert und das Turmportal ergänzt. Von 1903 bis 1974 fuhr die Straßenbahn durch die Spremberger Straße. 1904 vollendete der Verschönerungsverein den Promenadenring um die Altstadt, um 1950 wurde der Spremberger Wall beseitigt. Schauen Sie am Turm hinauf: Er war ursprünglich 28,60 Meter hoch bis zur Oberkante der Zinnen. Durch den nachträglich aufgebauten Glockenstuhl beträgt die Gesamthöhe heute etwa 31 Meter. Die Wand des Turmschafts ist 1,61 Meter dick. 131 Stufen führen zur Aussichtsplattform in 28 Metern Höhe. Seit Mai 2007 ist der Turm für Besucher zugänglich, nachdem der Cottbuser Turmverein 1998 gegründet und der Turm 2000 saniert worden war. Als im Februar 2014 Fördermittel von EU und Land ausliefen, war er nur noch bei Führungen offen. Eine Bürgerinitiative fand sich zusammen, um ihn auf Vereinsbasis wieder für Touristen zu öffnen. Zu Himmelfahrt 2014 stiegen bei einer ersten Sonderöffnung 300 Besucher hinauf.
Sie stehen am Spremberger Turm, einem ehemaligen Wehrturm am südlichen Ende der Spremberger Straße. Die erste Anlage als Torturm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Seit 2007 kann man ihn besteigen, von der Aussichtsplattform in 28 Metern Höhe blickt man weit über die Stadt.
Du stehst vor einem alten Turm. Früher war er der Torturm des Spremberger Tores. Das Tor wurde 1875 abgerissen, der Turm steht noch. Er ist etwa 31 Meter hoch. Du kannst hinaufsteigen: 131 Stufen führen bis zu einer Aussichtsplattform in 28 Metern Höhe. Von dort siehst du weit über die Stadt. Der Turm wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Was glaubst du: Wie lange brauchst du für 131 Stufen?
Koordinaten: 51.7577, 14.3334 · auf der Karte