Sie stehen vor der Strandhalle in der Hermann-Heinrich-Meier-Straße 1. Ein historisches Gebäude, heute ein Restaurant. Seine Rückseite grenzt an den Willy-Brandt-Platz. Der Anlass für den Bau waren Menschen, die wir nicht mehr sehen: Angestellte des Norddeutschen Lloyds, die vor allem im Bäderdienst eingesetzt waren. Für sie wurde ab 1911 eine Warte- und Speisehalle geplant. Der Norddeutsche Lloyd hatte sich 1857 gegründet und war ab 1881 die größte Reederei der Welt. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss die Halle am 13. August 1912. Julius Hagedorn, 1874 bis 1943, bekam den Auftrag. Er entwarf in Anlehnung an andere Bremerhavener Gebäude einen Klinkerbau und richtete im Untergeschoss eine Aquarienanlage ein. 1913 war die Strandhalle fertig. Das Nordsee-Aquarium im Untergeschoss war der Vorgänger des heutigen Zoos am Meer. 1928 wurde es um etliche Tiergrotten erweitert. Dort wurden Eisbären, Seelöwen und Seehunde gezeigt, dazu exotische Tiere, die Seeleute von ihren Fahrten mitbrachten. In den 1980er Jahren erhielten die Grotten den Namen Zoo am Meer. In den 1990er Jahren drohte die Schließung wegen baulicher Missstände. Eine umfangreiche Sanierung gab dem Zoo seine heutige Gestalt. Das Haus selbst wurde 1958 und 1966/67 renoviert und dabei baulich verändert. Von 1987 bis 1989 war es geschlossen, die Fassade wurde erneuert, der Turm erhöht und das Innere neu gestaltet. Seit dem 9. Juli 1989 wird es wieder als Restaurant genutzt, auf drei Ebenen. Unten gibt es einen Wintergarten, das Restaurant Passat, eine Bar und den Captains Table, im ersten Stock die Salons Lloyd und Columbus, darüber das Turmzimmer. Zum Schluss ein Blick an die Mauer der Terrasse auf der Westseite. Dort ist ein Gedenkstein angebracht. Er erinnert an den 19. Juni 1847. An diesem Tag traf der amerikanische Dampfer Washington in Bremerhaven ein, als erstes Schiff einer regelmäßigen Postdampferverbindung zwischen Amerika und dem europäischen Kontinent. Am 19. Juni 1947 gedachten Deutsche und Amerikaner dieses Ereignisses gemeinsam. Gleich daneben liegt der Willy-Brandt-Platz.
Sie stehen vor der Strandhalle in der Hermann-Heinrich-Meier-Straße 1. Der Klinkerbau wurde 1913 fertiggestellt, geplant von Julius Hagedorn, zunächst als Warte- und Speisehalle für Angestellte des Norddeutschen Lloyds. Heute ist hier ein Restaurant.
Im Untergeschoss dieses Klinkerhauses gab es früher ein Aquarium. Später kamen Grotten mit Tieren dazu: Eisbären, Seelöwen und Seehunde. Auch Tiere, die Seeleute von ihren Fahrten mitbrachten. Heute heißt das Zoo am Meer, und er liegt gleich nebenan. Das Haus selbst wurde 1913 fertig, für die Angestellten einer großen Schifffahrtsgesellschaft, den Norddeutschen Lloyd. Sie konnten hier warten und essen. Heute ist ein Restaurant darin. Kennst du ein Tier, das am Meer lebt?
Koordinaten: 53.5441, 8.57119 · auf der Karte