Sie stehen am Neuen Hafen, einem tideunabhängigen Hafenbecken zwischen der Innenstadt und dem Weserdeich, nördlich des Alten Hafens. Hier schließt sich der Kreis unseres Rundgangs. Bremen hatte 1827 das Gelände gekauft, bis 1830 war der Alte Hafen fertig. Dann reichte er nicht mehr. Zunehmender Schiffsverkehr und größere Schiffe überstiegen seine Kapazität, und Baurat Jacobus Johannes van Ronzelen bekam den Auftrag für ein zweites Becken. Die Arbeiten begannen 1847, wurden wegen eines hannoverschen Einspruchs unterbrochen und 1851 fortgesetzt. 1852 ging der Neue Hafen in Betrieb. Er war 480 Meter lang und 90 Meter breit. Die Pier am Nordostende erhielt eine charakteristische Ausbuchtung, damit die immer länger werdenden Lloyd-Dampfer wenden konnten. Bis 1854 stieg Bremerhaven zum größten Auswandererhafen Europas auf. Der Norddeutsche Lloyd baute hier 1863 seine Reparaturwerkstätten und 1872 ein Trockendock, 140 Meter lang und 36 Meter breit. 1870 eröffnete der Lloydbahnhof am Neuen Hafen. Es gab auch einen schweren Tag. Am 11. Dezember 1875 explodierte neben dem Auswandererschiff Mosel ein mit Sprengstoff gefülltes Fass auf dem Kai. 83 Menschen starben. Eine Gedenkstätte befindet sich auf dem Friedhof in Wulsdorf. Von 1876 bis 1947 stand nördlich des Schleusenvorhafens der Zeitballturm. Heute führt eine 2005 eingeweihte Kammerschleuse an der Stelle der früheren Dockschleuse zur Weser. Ihre Tore sind aus Gründen des Hochwasserschutzes doppelt ausgeführt. Nördlich des Schleusenvorhafens liegt der Schleusengarten. Schauen Sie auf den Obelisk mit vier Platten. Sie tragen die Namen von 105 deutschen Seeleuten, die im Ersten Weltkrieg in US-amerikanischer Haft gestorben sind. Dieses Denkmal wurde im September 1921 vor der Strandhalle enthüllt und 1938 an die neue Stelle versetzt. Seit 2015 stehen hier außerdem fünf Gedenkdalben für auf See Bestattete. Heute sieht der Hafen ruhiger aus. Aus dem Hafen, in dem früher die großen Auswandererschiffe des Lloyd nach Amerika ablegten, ist ein Liegeplatz für Sportboote, Yachten, Traditions- und Museumsschiffe geworden. Der umgestaltete Zoo am Meer wurde 2004 eröffnet, das neu errichtete Deutsche Auswandererhaus 2005. Beide brauchen eigene Zeit. An der Ostkaje liegen unter anderem das Vollschiff Schulschiff Deutschland und der Dampf-Eisbrecher Wal. Von hier starten auch die Hafenrundfahrten. Hier endet der Rundgang. Er begann am Alten Hafen mit einem Haus für das Klima und endet an einem Hafen, den gekauftes Land möglich machte. Danke, dass Sie mitgegangen sind.
Sie stehen am Neuen Hafen, einem tideunabhängigen Hafenbecken in Bremerhaven-Mitte. Er wurde 1852 in Betrieb genommen, als der Alte Hafen nicht mehr reichte. Heute liegen hier Sportboote und Traditionsschiffe. Hier endet der Rundgang.
Du stehst an einem Hafenbecken, dem Neuen Hafen. Er wurde 1852 in Betrieb genommen, weil der Alte Hafen zu klein wurde. Von hier aus fuhren früher große Schiffe nach Amerika. Die Menschen an Bord wollten dort ein neues Leben anfangen. Bremerhaven war damals der größte Auswandererhafen Europas. Heute liegen hier Segelschiffe, Yachten und alte Schiffe wie das Schulschiff Deutschland, ein Dampf-Eisbrecher namens Wal und andere. Du bist am Ende des Rundgangs. Welches Schiff hat dir am besten gefallen?
Koordinaten: 53.5458, 8.57222 · auf der Karte