Sie stehen am Sterntor, an der Nordseite des Bottlerplatzes, nahe der Vivatsgasse. Was Sie vor sich haben, ist nicht das Tor, das einmal hier stand. Das ursprüngliche Sterntor wurde um 1244 am Ende der Sternstraße erbaut, ein Jahr nach 1243, dem Jahr, in dem Bonn vollständige Stadtrechte erhielt. Es war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Nach der Schlacht bei Worringen 1288 machten die Kölner Kurfürsten Bonn zu einem ihrer Wohnsitze und schließlich zu ihrer Residenz, das war wenige Jahrzehnte nach dem Bau dieses Tores. Als letzte Torburg der alten Befestigung war es übrig geblieben. 1898 wurde es abgerissen, damit der Verkehr besser fließen konnte. Das geschah trotz einer Intervention von Kaiser Wilhelm II. Zwei Jahre später, 1900, schuf man unter dem gleichen Namen ein Ersatzbauwerk, einige Meter versetzt. Es besteht nur teilweise aus Resten des ehemaligen Sterntors. Dazu kommen ein Reststück der Stadtmauer und ihr einziger erhaltener Halbrundturm. Schauen Sie auf das Ecktürmchen und den umlaufenden Zinnenkranz: Sie ordnen das Bauwerk dem Historismus zu. Im äußeren Torbogen sind zwei Bildnisse eingefügt: der Gekreuzigte mit Maria und Johannes und die Muttergottes mit sieben Schmerzen aus dem Jahr 1650. Das Sterntor steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. 2002 war es Schauplatz einer Lichtinstallation. Die Lichtkünstler Regine Vogel und Johannes Dinnebier vom Zentrum für Internationale Lichtkunst zeigten hier ihre Arbeit Lichtblicke. Von der barocken Stadtbefestigung ist an anderer Stelle ein Stück erhalten. Eine Bastion trägt heute das Alte Stadthaus am Bottlerplatz. Ihre Grünfläche gehört neben dem Alten Zoll zu den wenigen Bereichen der Befestigung, die für jeden zugänglich sind. Der Fotograf Hans Schafgans nannte den Bottlerplatz eine städtebauliche Einheit mit dem Hauptgebäude der Universität, dem historischen Rathaus und dem Münsterplatz mit dem Beethovendenkmal. Zu diesem Denkmal gehen wir als Nächstes.
Sie stehen am Sterntor. Das ursprüngliche Tor wurde um 1244 am Ende der Sternstraße erbaut und gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. 1898 wurde es abgerissen. 1900 entstand unter gleichem Namen ein Ersatzbau an der Nordseite des Bottlerplatzes.
Du stehst an einem Tor, das aussieht wie ein Stück Burg. Es hat ein Ecktürmchen und oben Zinnen. Das ursprüngliche Sterntor stand schon um 1244 und gehörte zur Stadtmauer. Es war das letzte Tor seiner Art, das noch stand. Trotzdem wurde es 1898 abgerissen, damit der Verkehr besser fließen konnte, obwohl sich Kaiser Wilhelm der Zweite eingeschaltet hatte. Zwei Jahre später baute man ein neues Tor mit demselben Namen. Findest du die Zinnen oben? Warum, glaubst du, haben Burgen solche Zacken?
Koordinaten: 50.7353, 7.09853 · auf der Karte