Sie stehen am früheren Standort der Bensheimer Synagoge. Das Gebäude ist nicht mehr da, aber der Ort ist benannt und gestaltet. Die Synagoge wurde 1891/92 errichtet, in der Schönberger Straße 14. Diese Straße heißt heute Nibelungenstraße. Sie stand dort fast ein halbes Jahrhundert. Beim Novemberpogrom 1938 wurde sie zerstört. Es geschah am frühen Morgen des 10. November, und die Täter waren Angehörige der Bensheimer SS. Sie schlugen die Türen zur Synagoge ein, danach wurde das Mobiliar angezündet. Die Brandruine wurde wenig später abgetragen. Seit 1971 erinnert am ehemaligen Standort eine Gedenktafel an die Zerstörung. 1995 wurde eine neue Erinnerungsstätte geschaffen, und im Jahr 2000 wurde die Gedenkstätte nochmals neu gestaltet. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für sie. Von jüdischem Leben in der Stadt erzählt noch ein zweiter Ort dieses Rundgangs. Im Rodensteiner Hof saß ab 1905 das jüdische Bankhaus Julius Bauer. Die Zeit des Nationalsozialismus hat in Bensheim an mehreren Orten Spuren hinterlassen, die Sie schon kennen. Am Kirchberg erinnert ein Gedenkstein an zwölf Gefangene, die die Gestapo im März 1945 ermordete. Im Rodensteiner Hof saß die Kreisleitung der NSDAP, und im Stadtpark stand bis 2002 das Kreisehrenmal. Die Sammlung des Heimatmuseums wurde ab 1935 in ungesicherten Räumen gelagert, und rund achtzig Prozent des Bestandes gingen verloren.
Sie stehen am früheren Standort der Bensheimer Synagoge, die 1891/92 in der Schönberger Straße 14 errichtet wurde, der heutigen Nibelungenstraße. Beim Novemberpogrom 1938 wurde sie am frühen Morgen des 10. November zerstört. Seit 1971 erinnert hier eine Gedenktafel, seit 1995 eine Erinnerungsstätte.
Hier stand die Synagoge von Bensheim, ein Gotteshaus der jüdischen Gemeinde. Sie wurde 1891 und 1892 gebaut. Am frühen Morgen des 10. November 1938 wurde sie zerstört. Die Türen wurden eingeschlagen, dann wurden die Möbel angezündet. Die Ruine trug man bald ab. Das Haus gibt es nicht mehr. Aber an dieser Stelle erinnert eine Gedenkstätte daran. Warum, glaubst du, gibt es einen Ort des Erinnerns, wenn das Gebäude gar nicht mehr da ist?
Koordinaten: 49.68247, 8.62451 · auf der Karte