Sie stehen am Roten Turm. Er ist ein Befestigungsturm an der Ostseite der Bensheimer Stadtmauer, von der kaum noch etwas steht. Er sollte die Stadt gegen Angriffe sichern, die aus dem Schönberger Tal kamen, und wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Zu den Namen. Früher hieß er auch Blauer Turm oder Bürgerturm. Bürgerturm nannte man ihn, weil er ab 1800 als Gefängnis genutzt wurde. Den heutigen Namen bekam er 1514: Der Turm war aus gelbem Sandstein errichtet worden, und in diesem Jahr strich man ihn mit roter Farbe. Schauen Sie an die Südkanten. An der Südost- und der Südwestecke sitzen zwei Konsolen, eine mit einem bärtigen, eine mit einem bartlosen Kopf. Sie waren als Mahnung der Bensheimer Bürger gedacht, dass man sich an Gesetz und Ordnung zu halten hat. Den oberen Abschluss bilden ein Zinnenkranz und ein Rundbogenfries. Der Grundriss ist rechteckig, und im Mauerwerk gibt es nur wenige Fenster und Türen. Dann die Tafel. 1837 brachte man hier die Inschriftentafel des abgerissenen Auerbacher Tores an. Sie erinnert an das Jahr 1504. Vom 11. bis 22. Juni belagerten Truppen des Landgrafen Wilhelm II. von Hessen die Stadt. Er hatte von Herzog Albrecht von Bayern-München den Auftrag zur Achtvollstreckung bekommen, und mit ihm waren Herzog Philipp von Braunschweig, der Herzog von Mecklenburg und die Grafen von Lippe verbündet. Wegen des heftigen Widerstandes der Bensheimer Bürger gelang es ihnen nicht, die Stadt einzunehmen. Als Pfalzgraf Philipp mit einem Hilfsheer aus Heidelberg kam, mussten die Belagerer unter großen Verlusten abziehen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Turm als Wasserhochbehälter genutzt. Hier endet der Rundgang. Sie haben Adelshöfe gesehen und Kirchen, mit Rinnentorturm und Rotem Turm zwei Reste der Stadtbefestigung und die Spuren des 26. März 1945. Der Kirchberg, an dem Sie begonnen haben, liegt wie dieser Turm im Osten der Stadt. Weitere Zeit brauchen die Orte außerhalb der Altstadt, zum Beispiel der Bensheimer Badesee im Nordwesten an der A5. Er ist 7,7 Hektar groß, durch den Autobahnbau entstanden und dient heute der Naherholung.
Sie stehen am Roten Turm, einem Befestigungsturm an der Ostseite der Bensheimer Stadtmauer, vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. 1514 wurde er rot gestrichen, daher sein Name. Eine Tafel erinnert an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt im Juni 1504.
Das ist der Rote Turm. Er stand an der Stadtmauer und schützte Bensheim gegen Angriffe aus dem Schönberger Tal. Der Turm ist aus gelbem Sandstein gebaut. 1514 strich man ihn rot, davon hat er seinen Namen. Im Juni 1504 belagerten Soldaten die Stadt, vom 11. bis zum 22. Juni. Die Bensheimer wehrten sich so heftig, dass die Angreifer am Ende abziehen mussten. An den Südecken des Turmes sitzen zwei Köpfe aus Stein, einer mit Bart und einer ohne. Findest du sie? Und weißt du, wie er früher noch hieß? Bürgerturm, weil er auch ein Gefängnis war.
Koordinaten: 49.6823, 8.62436 · auf der Karte