Willkommen in Bad Homburg vor der Höhe, einer Kreisstadt des Hochtaunuskreises mit knapp 57.000 Einwohnern. Wir beginnen oben, am Schloss. Der Name der Stadt leitet sich von der Burg Hohenberg ab. Die Höhe ist der traditionelle Name des Taunus. Um 1180 stand auf diesem Bergrücken ein hölzerner Turmbau. Er brannte ab oder wurde abgerissen, ein größeres Fachwerkgebäude folgte und stand rund 100 Jahre, bis es ebenfalls abbrannte. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ersetzte man die Holzanlage durch eine Burg aus Stein. Aus dieser Zeit stammt der Weiße Turm, der den oberen Hof überragt. Anfang des 16. Jahrhunderts kam die Burg an die Landgrafen von Hessen. Am 14. Mai 1680 legte man den Grundstein für den Umbau zum Schloss, nach Entwürfen von Paul Andrich. Bis 1685 waren die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Im 18. Jahrhundert fehlte das Geld, gigantische Umbaupläne blieben unausgeführt. Erhalten ist das Spiegelkabinett, ein Hochzeitsgeschenk der Homburger Schreinerzunft zur Vermählung des Landgrafen Friedrich III. im Jahr 1728. Dann kam England ins Haus. 1818 heiratete Erbprinz Friedrich, der spätere Landgraf Friedrich VI., die Prinzessin Elisabeth von Großbritannien und Irland. Die englische Landgräfin brachte eine stattliche Mitgift mit. Unter Georg Moller wurde das Schloss in rund 20 Jahren im Stil des deutschen Klassizismus zu einem standesgemäßen Wohnsitz ausgebaut. Elisabeth lebte im Schloss bis zu ihrem Tod 1840. 1866 starb der letzte Landgraf, Ferdinand, kinderlos, und Homburg wurde preußisch. Wilhelm II. nutzte das Schloss gern als Sommerresidenz. Der Hofarchitekt Louis Jacobi baute Bäder und Wasserklosetts ein, verlegte elektrische Leitungen und richtete ein Telefonzimmer ein. Das Kaiserpaar hatte hier seine letzte Residenz, bevor der Kaiser abdankte und ins Exil ging. Der Königsflügel, in dem die letzte Kaiserfamilie wohnte, musste 2011 wegen statischer Probleme schließen. Seit dem 1. September 2021 kann man ihn wieder besichtigen. Wie die Räume damals aussahen, wurde anhand historischer Inventarlisten rekonstruiert. Wenn Sie im oberen Hof stehen, schauen Sie nach Westen: Die Terrasse gibt den Blick auf Taunus und Schlosspark frei.
Sie stehen vor dem Schloss Bad Homburg. Ab 1622 war es die Residenz der Landgrafen von Hessen-Homburg, nach 1866 Sommerresidenz der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Am 14. Mai 1680 wurde der Grundstein für den Umbau der alten Burg zum Schloss gelegt. Heute ist es ein Museumsschloss.
Du stehst vor einem Schloss. Früher war hier eine Burg, und von ihr steht noch ein hoher Turm: der Weiße Turm. Er ist 48 Meter hoch. 1680 wurde aus der Burg ein Schloss. Hier wohnten Landgrafen. Später verbrachte der deutsche Kaiser hier die Sommer. Im Schloss gibt es ein Spiegelkabinett. Die Schreiner der Stadt schenkten es einem Landgrafen zur Hochzeit. Was würdest du einem Landgrafen zur Hochzeit schenken?
Koordinaten: 50.2275, 8.61 · auf der Karte