Sie stehen vor der Englischen Kirche. Sie ist ein ehemaliges Kirchengebäude der Church of England und steht unter Denkmalschutz. Unter den Kurgästen im damaligen Homburg waren viele Engländer: 1857 kamen 1.703 von 8.500 Gästen aus dem Königreich. Ab 1876 wurde es Brauch, nach dem Ende der Parlamentssitzungen nach Homburg zur Kur zu fahren, und ihr Anteil stieg. Schon 1859 wünschten sich die englischen Gäste eine eigene anglikanische Kirche. Den Bauplatz am Ferdinandsplatz stellte Landgraf Ferdinand aus dem Nachlass der verstorbenen englischen Landgräfin Elisabeth zur Verfügung. An der Finanzierung beteiligten sich die Hoteliers und die Spielbankpächter, die Gebrüder Blanc. Die Pläne stammten vom englischen Architekten Ewan Christian, gebaut wurde ab 1861 unter der Leitung des Homburger Baumeisters Christian Holler. Fertig war der Bau 1863 oder 1865, die Einweihung durch den Lord-Bischof von London folgte am 2. September 1868. Die ersten Gottesdienste wurden schon ab 1866 gefeiert. Schauen Sie sich die Kirche an. Sie erinnert an englische Dorfkirchen. Ihr Stil gilt als gotisch oder neugotisch, aber auch als normannisch oder neuromanisch. Sie ist eine zweigeschossige Hallenkirche mit halbrund geschlossenem Chor. Sonntags gab es zwei Gottesdienste, dazu Trauungen, Taufen und Beerdigungen für englische und amerikanische Kurgäste. Die letzte kirchliche Handlung war eine Trauung am 6. Juni 1914. Am 1. August 1914 begann der Erste Weltkrieg. Die Stadt beschlagnahmte das Grundstück, die Kirche wurde noch 1914 entwidmet. Am 19. August 1916 eröffnete hier das städtische Heimatmuseum, das 1925 in den Marstall des Schlosses umzog. Danach stand das Haus bis 1946 leer, dann diente es als Konzertsaal. 1989 und 1990 wurde es nach einem Entwurf des Darmstädter Architekten Reinhold Kargel umgebaut. Seit der Wiedereröffnung am 14. September 1990 ist es ein Kulturzentrum. Die Orgel baute der Londoner Orgelbauer J. W. Walker, nach einer Angabe 1866, nach einer anderen 1867. 1953 schenkte die Stadt sie der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche in Gonzenheim. Sie ist die einzige erhaltene englische Orgel des 19. Jahrhunderts in Deutschland.
Sie stehen vor der Englischen Kirche am Ferdinandsplatz. Sie wurde ab 1861 für englische und amerikanische Kurgäste gebaut und am 2. September 1868 eingeweiht. 1914 endete die kirchliche Nutzung. Seit der Wiedereröffnung am 14. September 1990 ist sie ein Kulturzentrum.
Du stehst vor einer Kirche, die aussieht wie eine englische Dorfkirche. Sie wurde für Kurgäste aus England und Amerika gebaut. Die kamen zur Kur nach Homburg und wollten sonntags in ihrer eigenen Kirche beten. 1868 wurde sie eingeweiht. Seit 1914 ist sie keine Kirche mehr. Heute gibt es hier Konzerte, Kabarett und Ausstellungen. Die Orgel, die früher hier stand, steht heute in einer anderen Kirche, in Gonzenheim. Sie ist die einzige englische Orgel des 19. Jahrhunderts, die in Deutschland erhalten ist. Magst du Orgelmusik?
Koordinaten: 50.225163, 8.622674 · auf der Karte