Sie stehen an der Lichtentaler Allee. Sie ist 2,3 Kilometer lang, eine Straße durch ein Parkgelände in der Innenstadt, und sie führt vom Goetheplatz am linken Ufer der Oos flussaufwärts bis zum Klosterplatz im Stadtteil Lichtental. Im 19. Jahrhundert wurde sie als Promenade der berühmten Besucher bekannt. Baden-Baden wurde damals Sommerhauptstadt Europas genannt. Der Ursprung ist bescheiden. Der Weg war ein Flurweg vom Kloster Lichtenthal zum städtischen Markt. Einer seit dem frühen 19. Jahrhundert schriftlich überlieferten Legende nach legte der badische Kammerherr Moritz von Lassolaye ihn 1655 als Eichenallee an. Es ist eine Legende, mehr sagt eine Quelle nicht. Dann kam die Spielbank: Zwischen 1850 und 1870 gestaltete man den Weg auf Betreiben der Spielbankpächter Bénazet in einen großen Landschaftspark um. Über 300 verschiedene Bäume und Pflanzen säumen ihn heute: Linden, Kastanien, Eichen, Platanen, Erlen, Ginkgobäume, Silberahorne, Magnolien und Azaleen. Villen und Luxushotels umgeben die Anlage, und kunstvolle schmiedeeiserne Fußgängerstege überqueren die Oos. Wenn Sie am Goetheplatz losgehen, begegnen Ihnen zuerst das neubarocke Theater, dann das Kulturhaus LA8 mit dem Museum, dann auf ihrer kleinen Anhöhe die Staatliche Kunsthalle und daneben das Museum Frieder Burda. Gegenüber führt eine Brücke über die Oos zum Augustaplatz, dort liegt das Goldene Kreuz, zu dem wir noch kommen. Weiter folgen das Kongresshaus und, in einer eigenen Parkanlage, Brenners Park-Hotel & Spa. An der Kettenbrücke sehen Sie das Hirtenhäuschen von 1793 und die Klosterwiese, dann die Rückfront des Palais Biron. Zuletzt liegt der Dahliengarten. Dort steht der Bénazet-Pavillon, 1864 gestiftet vom Spielbankpächter Edouard Bénazet, eine kleine offene Holzkonstruktion mit reichem Schnitzwerk. In den Giebelfeldern finden Sie das Monogramm EB. In diesem Bereich stehen Büsten von Clara Schumann, Johannes Brahms und Robert Stolz. Das Ende der Allee ist der Klosterplatz. Die Allee steht unter Denkmalschutz, als Teil des Kurparks Lichtentaler Allee. Der reicht über die Allee hinaus, vom Michaelsberg mit der Stourdza-Kapelle im Norden über die Kaiserallee und den Kurgarten bis kurz vor das Kloster Lichtenthal. Die Keimzelle der heutigen Parkanlage war aber nicht die Allee, sondern das Kurviertel rund um das Kurhaus, und dessen verantwortlicher Planer war zunächst Friedrich Weinbrenner. Ein letzter Hinweis: Auch einen Audioguide gibt es für die Parkanlagen schon. Der Verein Freundeskreis Lichtentaler Allee stellte 2013 einen kostenlosen zur Verfügung, abrufbar über Informationstafeln mit QR-Code.
Sie stehen an der Lichtentaler Allee, einer 2,3 Kilometer langen Straße durch ein Parkgelände. Im 19. Jahrhundert wurde sie als Promenade der berühmten Besucher bekannt, damals hieß die Stadt Sommerhauptstadt Europas. Über 300 verschiedene Bäume und Pflanzen säumen den Weg.
Du stehst an einer langen Allee, 2,3 Kilometer lang. Sie führt durch einen Park am Fluss Oos. Im 19. Jahrhundert spazierten hier berühmte Gäste. Mehr als 300 verschiedene Bäume und Pflanzen wachsen hier, zum Beispiel Linden, Ginkgobäume, Magnolien und Azaleen. Über den Fluss führen Stege aus Schmiedeeisen. Zähle auf deinem Spaziergang die Brücken über die Oos. Wie viele findest du?
Koordinaten: 48.7597, 8.23871 · auf der Karte