Stadtohr

Stadtrundgang Altenburg · Station 16 von 16

Historischer Friseursalon

1926 · friseursalon, denkmalpflege, 1920er, handwerk

Ausführlich

Sie stehen vor dem historischen Friseursalon in der Pauritzer Straße 2. Der Eingang liegt links, daneben das Schaufenster. Dahinter wartet ein Friseurgeschäft im Zustand der 1920er Jahre. Es ist von besonderer Bedeutung für Denkmalpflege und Stadtgeschichte. Zuerst das Haus. Das Grundstück wurde erstmals 1537 bebaut. Eine Untersuchung des Landesamtes für Denkmalpflege datiert das Gebäude in das 16. oder 17. Jahrhundert. Im 18. oder 19. Jahrhundert wurde es aufgestockt, vermutlich unter Wiederverwendung des alten Dachstuhls. Die Fassade zur Straße ist barock. Im ersten Obergeschoss gibt es eine wohl nachträglich eingebaute Bohlenstube. Dann der Salon. 1926 erwarb der Friseur Arthur Grosse das Haus und richtete einen Friseurladen ein, mit einem Damen- und einem Herrensalon, hintereinander und durch eine Tür miteinander verbunden. 1966 meldete er sein Gewerbe ab und schloss den Laden. Danach überdauerte der Salon in einem über 35-jährigen Dornröschenschlaf die Zeit. 2001 starb der letzte Besitzer. Die Erben wollten das Haus verkaufen und das Inventar entfernen. Da informierte die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt die Friseurinnung des Altenburger Landes, und die sicherte den Verbleib. Am 7. März 2002 erfolgte der Kauf, seit 2003 wird das Objekt saniert. Und das Inventar: marmorne Frisiertische und Wandverkleidungen, Spiegel, Friseurstühle, Lampen, Haarschneidemaschinen, Heißwellengeräte, ein Warmwasserboiler, Werbeanlagen und eine alte Leuchtreklame. Alles stammt aus den 1920er Jahren. Hier endet unser Rundgang. Er begann bei einem Sammler und seinen Bildern, führte über den Schlossberg, die Roten Spitzen und das Rathaus zu den Kirchen der Stadt und endet in einem Friseurladen, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Wer mehr über den Skat wissen will, findet im Schloss- und Spielkartenmuseum eine Ausstellung dazu. Sie braucht eigene Zeit.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem historischen Friseursalon in der Pauritzer Straße 2. Er ist im Zustand der 1920er Jahre erhalten. 1926 erwarb der Friseur Arthur Grosse das Haus und richtete den Laden ein. 1966 schloss er ihn. Dann überdauerte das Geschäft über 35 Jahre unberührt.

Für Kinder

Du stehst vor einem Friseurladen aus dem Jahr 1926. Der Friseur Arthur Grosse hat ihn eingerichtet. Es gibt einen Raum für Damen und einen für Herren. Drinnen sind Tische aus Marmor, Spiegel und Stühle. Alles ist noch aus den 1920er Jahren. 1966 hat der Friseur den Laden zugemacht, und danach war er über 35 Jahre unberührt. Die Friseure der Gegend sorgten dafür, dass alles bleiben konnte. Hier endet unser Rundgang. Was glaubst du, was in so einem Laden anders war als beim Friseur heute?

Quellen

Koordinaten: 50.9878, 12.4361 · auf der Karte

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